Topleistungen der Saison 2022/23

  • Ergoldinger Rapidturnier mit 145 TN in 6 Altersklassen
  • Bayerischer Meistertitel für die U20-Mannschaft
  • Bayerischer Meistertitel für die U16-Mannschaft
  • Deutsche U20-Vereinsmeisterschaft Platz 10 (Nicolas Mooser, Maximilian Lohr, Daniel Lichtmannecker, Sebastian Astner, Patrick Sowka und Dimitri Alexandrov)
  • Deutsche U14-Vereinsmeisterschaft Platz 14 (Paul Helmbrecht, Simon Lichtinger, Maxim Klein und Laura Huber)
  • Bayerische Jugendeinzelmeisterschaften mit sieben Teilnehmern
  • Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften mit zwei Teilnehmern
  • Offene internationale Bayerische Schachmeisterschaft mit fünf Teilnehmern
  • Senioren-Schach-Open Bad Griesbach: Anton Königl verbessert sich mit 4 aus 7 von Rang 36 auf 19

  • Ndb-Jgd-Meister: U18: Felix Handschuh, U16: Simon Lichtinger, U12: Anton Hones und U10: Michael Schmidt

U20-Landesliga-Süd Rd4+5

Zwei klare Niederlagen mit nur drei Teilnehmern für unsere Zweite - Abstieg droht
28.01.20232  Isen

U20-Landesliga-Süd: SK Tarrasch 1945 München - FC Ergolding2 4:0

SC Vaterstetten-Grasbrunn - FC Ergolding2 3,5:0,5
Maxim Klein holte ein Remis

Bericht folgt...

U20-Bayernliga Rd4+5

Nach zwei klaren Siegen und die alleinige Tabellenführung

28.01.2023  Augsburg

U20-Bayernliga:: SF München - FC Ergolding  2:4
Es gewannen Sebastian Astner, Patrick Sowka und Simon Lichtinger, Nicolas Mooser und Paul Helmbrecht spielten Remis
FC Ergolding - SF Augsburg  4,5:1,5
Es gewannen Nicolas Mooser, Paul Helmbrecht, Patrick Sowka und Simon Lichtinger, Remis spielte Sebastian Astner

Bericht folgt...

Vereinsmeisterschaft Rd7

Leider wieder nur zwei Partien
27.01.2023 Bürgerhaus   Turniertabellen

Leider gingen nur zwei Partien über die Bühne, Borys ist weiterhin krank und Franz sowieso, auch die Partie Simon gegen Paul wird nachgeholt.
Dimitri Alexandrov - Erich Kreilinger  1:0  Moderne Verteidigung, 37 Züge, 3.03 Std. Dimitri reitet weiterhin mit seiner angriffslustigen Spielweise auf der Erfolgswelle. Erich übersah im 15. Zug mit Tc8 eine verhängnisvolle Springergabel mit Turmerlust ohne Gegenleistung. Nach diesem Riesenvorteil ließ sich Dimitri die Butter vom Brot nicht mehr nehmen. Die Frage ist, kann ihn überhaupt jemand auf dem Wege zum ersten Titelgewinn noch stoppen?
Siegfried Reilein - Maxim Klein  1/2  Katalanisch, 16 Züge, 1.26 Std. Nach der Eröffnung waren zwei Bauern, zwei Springer und zwei Läufer des Feldes verwiesen, auch lt. Fritz Material und Stellung im Gleichgewicht. Ein Remis-Friedensangebot von Siegfried nahm Maxim an, hier kein High-Light für erwartungsvolle anwesende Kiebitze. 
Johann Kollmeder - Franz Szymaniak  + / -

Regionalliga Süd-Ost  Rd5

Erste gewinnt in Moosburg und bleibt Tabellenführer
15.01.2023  Moosburg

Regionalliga Süd-Ost: SC Moosburg - FC Ergolding 3,5:4,5

Unsere Erste hat auch die fünfte Runde in der Regionalliga Süd-Ost Am Mühlbachbogen in Moosburg ungeschadet überstanden. Die spannenden Duelle an den acht Brettern waren heiß umkämpft, der Durchschnitt pro Partie lautete 52 Züge, am Ende stand ein knapper 4,5:3,5-Erfolg zu Buche. Eine vor der Saison nicht vorstellbare Situation, mit nunmehr 10:0 Punkten und weißer Weste als einzige Mannschaft konnte die Tabellenführung erfolgreich verteidigt werden. Die Brettduelle im Detail nach Zieleinlauf:
Matthias Melcher - Sebastian Astner, (Brett 4)  0:1  Eine vogelwilde Angriffspartie beiderseits bis zum Schluss, wobei der Ergoldinger die Qualität opferte für zwei Mehrbauern und die entschieden zuletzt das ungleich gewordene Duell. 
FM Christian Reilein, FCE (1) - Azemovic Almir  1:0  Der Ergoldinger versuchte es mit einem Damenbauernspiel, es entwickelte sich am Spitzenbrett eine ausgeglichene Partie. Als er im Endspiel ein Bäuerlein bis zum Umwandlungsfeld losschicken konnte, war die Messe gelesen.
Erich Kreilinger (5) - Alfred Wimmer  0:1  Ergolding's Mannschaftsführer opferte im Mittelspiel die Qualität zwecks mehr Angriffspotential, doch sein Moosburger Widersacher blieb unbeeindruckt und verwertete den Vorteil zum Schluss humorlos siegreich.
Nicolas Mooser(3) - Luis Hobmeier  1:0  Ein Geduldsspiel mit notwendigem Sitzfleisch für Nicolas bei gleichem Brettmaterial, erst im Endspiel gelang ihm plötzlicher Bauerngewinn mit zusätzlichem matt in drei Zügen.
Severin Stangl - Paul Helmbrecht(8)  1/2  Nachwuchshoffnung Paul setzte seinem Gegenüber Caro-Kann vor die Nase. Kurios der Zieleinlauf nach 60 Zügen, er hatte drei Minusbauern auf dem Konto bei jeweils einer Dame, wäre trotzdem Dauerschach gewesen. Er ließ sich seine Dame als letzte Figur nehmen und dann war es patt bzw. Remis.
Martin Rose - Vladimir Simin(6)  1:0  Ein weiterer Königsinder war hier das Thema. Der Schluss war für den Ergoldinger bitter, er übersah im Eifer des Gefechtes eine folgende tödliche Springergabel mit Figurenverlust, konnte wenig später trotz Mehrbauern nur noch die weiße Fahne hissen.
Benedikt Goderbauer - Maximilian Lohr(2)  1/2  Maximilan wählte Königsindisch, die jeweils felsenfest geschlossenen Stellungen ließen keine erfolgversprechenden Möglichkeiten zu, am Ende tot Remis und somit eine friedliche Punkteteilung. 
Tobias Denk (7) - Josef Goderbauer  1/2  Auch hier ein zähes Ringen um die besten Futterplätze. Beiderseits Qualiopfer mit späterer Rückgabe mit dem Ergebnis nur ein rettendes Dauerschach für Moosburg zum halben Punkt, der knappe Mannschaftssieg war damit in trockenen Tüchern. ak

Niederbayernliga  Rd5

Zweite verliert gegen Deggendorf2 klar
15.01.2023  Bürgerhaus

 

Niederbayernliga: FC Ergolding2 - SV Deggendorf2  2:6
Das Ergebnis von 6:2 für die Gästespieler ist zwar wie zuletzt auch recht deutlich, hätte aber bei mehr Glück erträglicher ausfallen können. Die Ergebnisse im Detail nach Zieleinlauf:

B.Bilyavskyy (Brett 4) - A.Krauß  1/2  Skandinavisch, 11 Züge. Wenig Schießpulver bei Borys bei seiner Kurzpartie a lá Großmeister, sein Remisangebot akzeptierte doch überraschend sein DWZ-stärkerer Gegner aus welchem Grund auch immer.
S.Reilein (6) - M.Gahr  0:1  Königsindisch, 18 Züge. Siegfried konnte mit seiner Lieblingseröffnung gegen Königsindisch leider nicht punkten. Im Mittelspiel brachte ein feindlicher Springer großes Unheil in seine Königsstellung, nicht korrekte Abwicklung brachten mit dem 17. Zug urplötzlich Figuren- und somit Partieverlust, an ein weiterspielen war nicht mehr zu denken.
L. Bielmeier - P.Sowka (1)  1:0  Damengambit, 29 Züge. Patrick erwischte am Spitzenbrett natürlich ein routiniertes Deggendorfer Schwergewicht. Ein scheinbar normaler 11. Zug von ihm genügte seinem Gegenüber, um stellungsmäßig massiv in Vorteil zu kommen. Zwei Figuren spielten nicht mit, die Dame ging verloren, Schach kann auch ganz schöne grausam ablaufen.
B.Bauer - A.Königl  (3)  1/2  Sizilianisch, 22 Züge. Bis ins Mittelspiel ließ ich als Nachziehender nichts anbrennen, die Stellung hielt sich beiderseits im Gleichgewicht, deshalb mein Remisvorschlag an den spielstärkeren Gegner, jedoch abgelehnt. Zwei Züge später sah er ebenfalls keine Gewinnmöglichkeiten mehr und bot seinerseits etwas unverhofft Remis.
R.Sowka (8) - S.Staudinger  0:1  Damenbauernspiel, 39 Züge. Der nächste Nackenschlag im Bürgerhaus. Rafael wehrte sich nach Kräften gegen den Ndb.Bezirksspielleiter. Sein versuchter Königsangriff scheiterte nach doppeltem Bauernverlust. Im Endspiel brachte dann ein Schachgebot mit Turmverlust das sofortige Ende. 
M.Bacholke - M.Klein (7)  1:0  Caro-Kann, 20 Züge. Es folgen die am längsten dauernden Duelle. Maxim musste sich einem starken Königsangriff seines kampferprobten Brettnachbarn erwehren, wobei sein Turm und Läufer von der Damenseite bis zuletzt nicht mitspielen konnten. Das fehlende Gegenspiel nutzte sein Kontrahent konsequent aus, beiderseitige Figurenopfer ergaben schließlich ein nicht mehr abzuwendendes matt.
J.Grabmeier - S.Lichtinger (5)  1:0  Larsen-Eröffnung, 44 Züge. Gegen einen routinierten Professor hielt sich Simon recht lange ziemlich wacker. Ein geschlossenes Stellungsbild mit 14 Bauern bis ins Endspiel, ein hin- und hergeschiebe auf der Suche nach verspeisbarem. Als der Deggendorfer endlich einen Vorteil erspähte, musste Simon wohl oder übel kapitulieren. 
D.Alexandrov (2) - R.Tauber  1:0  Moderne Verteidigung, 41 Züge. Dimitri spielte seine Partie recht prima sogar mit Bauerngewinn nach der Eröffnung, hatte den bis dato verlustpunktfreien Gästespieler sicher im Griff. Am Ende hatte er das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Beide waren in höchster Zeitnot, er schaffte den 40. Zug, sein Gegner nicht, somit einziger voller Punktgewinn für die Ergoldinger Habenseite und somit Resultantsverbesserung. ak

Vereinsmeisterschaft Rd6

Leider nur zwei Partien
13.01.2023 Bürgerhaus   Turniertabellen

am gestrigen Freitag gingen leider nur zwei Partien über die Bühne. Johann und Martin meldeten sich krank, die fälligen Partien werden nachgeholt, Franz fällt die nächste Zeit krankheitsbedingt aus. Hier mein Bericht mit der Feststellung, der erste Freitag. der 13. im neuen Jahr brachte für zwei Kollegen kein Glück.

Erich Kreilinger - Simon Lichtinger  0:1  Königsindisch, 31 Züge. Simon wählte kurioserweise mit Königsindisch Erich's Lieblingseröffnung. Nach großer Rochade von Erich entwickelte sich ein spannendes interessantes Brettduell. Als im Mittelspiel Erich zwei Leichtfiguren für seinen Turm eroberte, schien die Sache gelaufen. Durch ein ungedecktes Springerschach (das schlagen war nicht ratsam) brachte Simon seinen Gaul neben seiner Dame entscheidend in die gegnerische Königsstellung. Ein weiterer Springerzug brachte die sofortige überraschende Entscheidung, Damenverlust oder matt. Nach Verlust seines besten Stückes war die Messe gelesen. 
Paul Helmbrecht - Patrick.Sowka  1:0  Englisch, 36 Züge. Paul ist in der VM wieder in der Erfolgsspur. Bis ins Mittelspiel leichte Stellungsvorteile für ihn. Nach allgemeiner erzwungener Abholzerei konnte er einen entscheidenden Mehrbauern auf seinem Konto verbuchen. Durch eine wohlüberlegte Rückgabe sprang sein c-Bäuerlein in die Bresche, zog spielentscheidend und ungehindert bis zur siebten Reihe vor. Routiniert wie ein alter Schachhase ließ er Patrick keine Überlebenschance mehr, es drohte zusätzlich Figurenverlust und das war letzten Endes zu viel des Guten.
Franz Szymaniak - Borys Bilyavskyy   - / +
Nachholspiel am 30.01.: 
Martin Meier - Anton Königl  0:1  Englisch, 39 Züge, 2.55 Std. Martin spielte als Anziehender sehr passiv, erst im 18. Zug war Bauerntausch angesagt. Ich hätte es viel einfacher haben können, verschmähte aber oder besser gesagt ich übersah im 14. Zug Figurengewinn. So opferte er im 23. Zug wagemutig einen Springer für zwei Bauern auf meiner Königsseite, von da an war ich natürlich siegbringend im Vorteil. Auf alle Fälle hat er mich fast drei Stunden trotz erheblicher DWZ-Schwäche beschäftigen können. ak 

Deutsche Schachamateurmeisterschaft

Daniel Lichtmannecker für das Finale qualifiziert

06.+08.01.2023 Potzdam

Daniel qualifiziert sich für das Finale der Deutschen Schachamateurmeisterschaft

Am Wochenende vom 6.1- 8.1 fand in Potsdam das zweite Qualifikationsturnier der Deutschen Schachamateurmeisterschaft, kurz DSAM, statt. Der Name kommt daher, dass die Teilnehmer in verschiedene Ratinggruppen aufgeteilt werden, die höchste bis 2300 DWZ. Somit sind keine Meisterspieler mit von der Partie und die Gruppen und Partien sehr spannend. Ich startete wie bereits in Hamburg in der obersten Gruppe, der A-Gruppe, welche von 2100- 2300 DWZ reicht. Das Turnier war mit 596 Teilnehmern enorm gut besucht, in meiner Gruppe kämpften 34 Spieler um den Sieg. 

Daniel Lichtmannecker, StRg. 27: Mit 3,5 Punkten aus 5 Partien auf Platz 5

Ich startete äußerst motiviert in das Turnier, mit dem Wissen, dass ich jeden Spieler aus meiner Gruppe an einem guten Tag schlagen kann. Mein Startrang war zwar am unteren Ende des Feldes, mein Ziel war jedoch wie bereits bei der DSAM in Hamburg, mindestens 3 Punkte zu erzielen. 

Runde 1: Daniel Lichtmannecker (2132) – Jonas Eilenberg (2235) 1-0 

In der ersten Runde bekam ich es direkt mit einem sehr starken Jugendlichen zu tun. Ich spielte meine Lieblingseröffnung und nach nur 11 Zügen stand ich so gut, dass mir mein frustrierter Gegner Remis bot. Dies lehnte ich natürlich ab und spielte die folgenden Züge so schlecht, dass ich in einem scheinbar hoffnungslosen Endspiel landete. Mein sichtlich nervös werdender Gegner fand jedoch die Gewinnzüge nicht und brach schließlich in Zeitnot zusammen, sodass ich ihn doch noch austricksen konnte und den Sieg nach Hause brachte. 

Runde 2: CM Jann- Christian Tiarks (2205) – Daniel Lichtmannecker (2132) 1-0

Es folgte eine völlige Katastrophe: Mein Gegner und ich blitzten 10 Züge bekannte Theorie, als ich ohne böse Gedanken aufstand und bei den Nachbarbrettern kiebitzte. Doch als ich zu meinem Brett zurückkehrte, war der Schreck groß: In meinem letzten Zug hatte ich die Reihenfolge der Züge verwechselt, was nach einem Springeropfer in Richtung meines Königs den sofortigen Partieverlust bedeutete. Frustriert über meine Dummheit verließ ich den Spielsaal und legte mich schlafen. 

Runde 3: Daniel Lichtmannecker (2132) – FM Willi Skibbe (2190) 0,5- 0,5

Nun war Wiedergutmachung angesagt. In der Eröffnung opferte mein Gegner einen Bauern für aktives Figurenspiel, bot aber in der Folge schnell Remis an. Erneut lehnte ich ab und entschloss mich mit einem etwas riskanten Manöver meinen Mehrbauern zurückzugeben, um dafür Angriff auf den gegnerischen Monarchen zu erhalten. Mein Gegenüber ließ sich jedoch auf nichts ein und verteidigte gut, sodass wir uns schlussendlich doch auf eine friedliche Punkteteilung einigten. 

Runde 4: FM Fabian Jahnz (2276) – Daniel Lichtmannecker (2132) 0-1 

Die Auslosung bescherte mir nun den an Startplatz 2 gesetzten Spieler. Darüber war ich sehr dankbar, denn so konnte ich mir in nur einer Partie sehr viel Rating abholen, wenn ich gewinnen sollte. Es entbrannte eine vogelwilde Partie mit beidseitigem Königsangriff, doch mein Gegner schien zu viel Respekt vor mir zu haben. Er investierte fast seine ganze Bedenkzeit nach nur 20 Zügen, sodass er die restlichen Züge mit heftiger Zeitnot spielen musste. Dies gelang ihm nicht und nach einem Figurenopfer meinerseits brach er endlich wie ein Kartenhaus zusammen, verlor seine Dame und schließlich auch die Partie. 

Runde 5: Daniel Lichtmannecker (2132) – Henrik Hesse (2160) 1-0 

Die letzte Runde war nun sehr entscheidend, doch anstatt mich vorzubereiten, beschloss ich mir mit einigen befreundeten Schachspielern einen schönen und ausgelassenen Abend zu bescheren. Die Rechnung ging auf, denn ich spielte befreit auf und inszenierte einen fragwürdigen, aber äußerst bedrohlich wirkenden Königsangriff. Obwohl es objektiv nichts zu befürchten gab, geriet mein Gegner ins Schwitzen und verbrauchte wie bereits mein Gegner aus der Vorrunde zu viel Zeit. Auch hier knickte er in Zeitnot schließlich unter zu vielen Drohungen ein und ich konnte den nächsten Sieg einfahren. 

Mit diesem Sieg landete ich am Ende auf Rang 5, was für mich auch die Qualifikation für das DSAM- Finale im Juli in Braunschweig bedeutet. Hierfür qualifizieren sich jeweils die ersten 7 Plätze sowie die beste Frau aus jeder Gruppe bei jedem Qualifikationsturnier. Außerdem gewann ich einen Gutschein der Firma chessbase im Wert von 100€. Bis auf die zweite Runde waren meine Leistungen ordentlich, auch wenn jeder Sieg mit einer gehörigen Portion Glück und Hilfe von Schachfortuna verbunden war. Meine DWZ dürfte sich um knapp 35 Punkte auf rund 2165 steigern, was einen großen Schritt in Richtung 2200 darstellt. dl

Niederbayerische Jugendmeisterschaften U18 bis U14 

Insgesamt vier Titel für den FC Ergolding und viermal die besten Mädchen

Gamzat Shakhaev (Straubing) gewinnt U14 - Simon Lichtinger U16 - Felix Handschuh U18
Laura Huber  und Viola Spitzlsperger beste Mädchen
07.+08.01.2023 Ergolding

Philipp Sadlo und Thorsten Bernhard begrüßten 15 Jugendliche (7 in U14 und 8 in U16/U18). Die U16/U18 spielte gemeinsam 5 Runden Swiss-Chess mit jeweils 90 Minuten Bedenkzeit und der 3-Punkteregel. Die U14 absolvierte zeitgleich ihr eigenes Turnier. 

Drei Partien wurden am Samstag durchgeführt und zwei Partien am Sonntag. An beiden Tagen verköstigte man sich mittags mit angelieferten Pizzas.

Bei der U14 gewann Gamzat Shakhaev aus Straubing mit vier Siegen und einem Remis. Zweiter und zugleich bestes Mädchen wurde Laura Huber mit drei Siegen und zwei Remis. Dritter wurde Vissarion Oleksenko ebenfalls vom FCE.

In der U16 und U18 waren jeweils vier Teilnehmer gemeldet. Sie spielten zusammen, wurden aber getrennt gewertet. 

Die U16 gewann Simon Lichtinger souverän vor Maxim Klein mit jeweils drei Siegen und zwei Remis. Dritter und zugleich bestes Mädchen wurde Viola Spitzlsperger. In der U18 konnte Felix Handschuh den Siegerpokal erringen. Er nutzte die Bedenkzeit immer gut aus und gewann zweimal und remisierte dreimal. Zweiter wurde Felix Matsberger vom SK Landshut. Dominik Lieder erhielt den Pokal für den dritten Platz.

Bei den Bayerischen Meisterschaften werden vom FCE in der U14 Vissarion Oleksenko und Laura Huber antreten. Bei den U16 haben sich Simon Lichtinger und Maxim Klein qualifiziert. In der U18 ist Felix Handschuh der einzige FCE Spieler, der in der Osterwoche nach Bad Kissingen zur BJEM darf. 

U18-U16: Teilnehmer Rangliste Fortschrittstabelle Vorl.DWZ

U14: Teilnehmer Rangliste Fortschrittstabelle Vorl.DWZ

Niederbayerische Jugendmeisterschaften U12 und U10 

Anton Hones gewinnt die U12 und Michael Schmidt die U10
Marlene Spitzlsperger und Sophia Grassl beste Mädchen
06.01.2023 Ergolding

Am Dreikönigstag fanden in Ergolding die niederbayerischen Jugendeinzelmeisterschaften in U10 und U12 statt. Philipp Sadlo und Thorsten Bernhard begrüßten 20 Kinder (14 in U10 und 6 in U12). Die U10 spielte 7 Runden Swiss-Chess mit jeweils 20 Minuten Bedenkzeit und der 3-Punkteregel. Die U12 absolvierte zeitgleich im Nebenraum ein Vollrundenturnier. Zur Mittagspause ließ man sich Pizzas anliefern. Die unmöglichen Züge wurden mit kleinen Zeitstrafen bzw. bei der U12 im Wiederholungsfall mit Partieverlust geahndet. Des Öfteren setzten die Kinder ungewollt Patt, was auch mal zu Tränen führte. Zahlreiche Eltern verfolgten auf den Sitzplätzen ihre Schützlinge.

Am Ende gewann die U10 Michael Schmidt mit sechs Siegen und einem Remis vor Ilai Staiger und Josef Wimmer. Auf dem sechsten Platz landete mit Sophia Grassl das beste Mädchen.

Wesentlich ruhiger ging es im Nebenraum bei der U12 zu. Aber auch hier wurden öfters Figuren eingestellt und Züge ohne langes überlegen ausgeführt. Bei dem Spiel „Jeder gegen Jeden“ konnte sich Anton Hones souverän mit fünf Siegen in fünf Spielen durchsetzen. Dahinter folgten Rafael Aich und Sebastian Haider. Auf dem fünften Platz kam das beste Mädchen Marlene Spitzlsperger.

Bei den Bayerischen Meisterschaften werden vom FCE für die U12 Anton Hones und für die U10 Michael Schmidt und Sophia Grassl antreten. Für die bayerische U8 in Kronach werden Ilai Staiger und Lucas Martel nominiert. 

U12: Teilnehmer Rangliste Fortschrittstabelle Vorl.DWZ

U10: Teilnehmer Rangliste Fortschrittstabelle

Deutsche Vereinsmeisterschaft DVM U20

Unser U20-Team auf Rang 8 von 16 Mannschaften gesetzt

mit 7 Punkten auf Rang 7 - einen Platz verbessert
26.-30.12.12.2022 Münster   Turniertabellen

Betreuer Daniel Lichtmannecker und Sebastian Astner

 

Vom 26.12- 30.12 fand in Münster die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Altersklasse u20 statt. Auch wir waren nach unserem Gewinn der Bayernliga qualifiziert und traten mit Maxi L., Nick, Daniel, Maxi P., Sebastian und Paul an. Wir starteten von Startrang 7, machten uns jedoch durchaus Hoffnungen in die Top 5 vorzustoßen. Gespielt und geschlafen wurde in der Jugendherberge Münster am Aasee, an welchem man auch nach den Partien spazieren gehen konnte, um den Kopf frei zu bekommen. 

Runde 1: FC Ergolding – SK Bebenhausen 4-2

Die erste Runde begann an den meisten Brettern extrem wacklig. Paul hatte zwischenzeitlich eine Dame zu wenig, Sebastian eine Figur und auch bei mir sah es nicht sonderlich rosig aus. Doch wie von Zauberhand lichtete sich der Nebel an unseren Brettern plötzlich und Maxi P., Paul und Sebastian konnten uns mit 3-0 in Führung bringen. Nick sah sich einem heftigen Mattangriff ausgesetzt und trotz extremer Zeitnot konnte sein Gegner diesen leider gewinnbringend verwerten. Mein Gegner stand inzwischen nach einigen ungenauen Zügen sehr schlecht und ich ließ mir die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Die Niederlage von Maxi L. am Spitzenbrett war somit nur noch Ergebniskosmetik für die Gegner.

Runde 2: FC Ergolding – SK Lehrte von 1919 e. V. 1-5

Nun bekamen wir es mit der starken Mannschaft aus Lehrte zu tun, die am Ende auf dem dritten Platz landete. Schnell den Bach runter ging die Partie von Sebastian, zwei Bauern weniger und ein offener König ließen ihm keine Chance mehr. Maxi L. hatte es mit einem extrem starken Gegner zu tun, hier ging leider früh die Qualität verloren und somit musste auch er bald die Segel streichen. Ich stand die ganze Partie klar besser, verpasste aber einige Gewinnchancen, sodass ich meinen Gegner am Ende in den sicheren Remishafen entwischen ließ. Ein zähes Ringen war bei Nick und Maxi P. zu beobachten, knapp gingen beide Partien verloren. Paul zeigte mit Schwarz eine sehr souveräne Vorstellung und erzielte ein sicheres Remis. Insgesamt eine deutliche Niederlage, jedoch gegen starke Gegner.

Runde 3: FC Ergolding – Barnimer Schachfreunde im SV Stahl 1-5 

Nach der Niederlage in der zweiten Runde, wollten wir nun eigentlich wieder zurückschlagen, umso ärgerlicher dieses Ergebnis: Die einzige ordentliche Partie spielte Nick, der mit einem Remis seinen ersten halben Punkt einfahren konnte. Eigentlich nichts zu befürchten hatte Maxi P., doch in einem ausgeglichenen Endspiel fand sich sein Monarch plötzlich in einem Mattnetz wieder, aus dem es kein Entfliehen mehr gab. Ich spielte eine Partie zum Vergessen, doch um den Mannschaftssieg zu sichern bot mir mein Gegner in klar überlegener Stellung Remis, welches ich dankend annahm. Wenig später folgten dann auch schon die ernüchternden Niederlagen von Maxi L. und Sebastian und auch Paul konnte musste im Endspiel mit zwei Bauern zu wenig die weiße Fahne hissen. Dies war von uns allen eine sehr schlechte Runde, doch wir schworen uns nun erst recht zurückzuschlagen. 

Runde 4: FC Ergolding – Karlsruher SF 1853 5-1

Und das gelang uns mit Bravour! Ich eröffnete das Feuer mit einem schönen Angriffssieg, in dem ich nichts anbrennen ließ. Es folgte ein taktischer Schlag von Maxi P., nach welchem sein Gegner sofort resignierte. Endlich konnte auch Maxi L. seinen ersten Sieg einfahren, mit den weißen Steinen überrollte er seinen Gegner förmlich und lockte den gegnerischen König in einen unabwendbaren Mattangriff. Auch Sebastian gewann seine Partie souverän, sodass die sehr ausgekämpften Remisen von Nick und Paul den Mannschaftssieg perfekt machten. 

Runde 5: FC Ergolding – SC Kreuzberg e. V. 2,5- 3,5

Jetzt folgte ein Kräftemessen mit ziemlich gleichstarken Kreuzbergern. Die Stellungen waren von Beginn an sehr ausgeglichen, sodass an allen Brettern die Friedenspfeifen geraucht wurde. An allen Brettern? Nein, denn ich empfand meine Stellung als leicht besser und wollte heroisch den Mannschaftssieg eintüten. Als jedoch auch meine Partie in ein hoffnungsloses Remisendspiel mündete, überspannte ich den Bogen komplett und anstatt ein Remis zu geben, verlor ich schlussendlich die Partie und damit den Mannschaftskampf. Tragisch und unnötig. 

Rund 6: FC Ergolding – Schachgesellschaft Bochum 1931 3-3 

Nach der Vormittagspartie war ich sehr demotiviert und willigte in ein schnelles Remis ein. Es folgte ein schneller und überzeugender Sieg von Paul und zwei ärgerliche Niederlagen von Sebastian und Maxi P. Nun hing es an unseren beiden Spitzenbrettern, doch noch zumindest einen Mannschaftspunkt zu erobern. Und das gelang in beeindruckender Manier: Maxi L. stand relativ hoffnungslos, doch in beidseitiger Zeitnot bewies er einmal mehr, warum er so stark in Schnellschach und Blitz ist. Extrem trickreich verteidigte er sich und konnte dem Gegner ein wichtiges Remis abluchsen. Fast zeitgleich wurde Nick fertig, der sein Gegenüber die ganze Partie lang knetete, bis ein Bäuerlein den entscheidenden Unterschied zum Sieg brachte. Ein knappes, aber hart erkämpftes Mannschaftsremis. 

Runde 7: FC Ergolding – Schachgemeinschaft Leipzig 3,5- 2,5

In der letzten Runde merkte man sowohl uns, als auch unseren Gegnern die Strapazen der letzten Tage und Nächte klar an, was sich auch in den Partien widerspiegelte. Lediglich Maxi P. und Paul konnten sehr sichere Siege verbuchen, an den anderen Brettern wurden zum Teil extrem dubiose Partien abgeliefert. Ein Beispiel hierfür war meine Partie, jedoch mit dem besseren Ende und dem Sieg für mich. Anders bei Sebastian, der leider die Mattdrohung seines Gegners nicht mehr parieren konnte und die Segel streichen musste. Als auch Maxi L. seine Partie verlor, hatten wir uns schon mit dem Mannschaftsremis abgefunden, denn Nick stand hoffnungslos auf Verlust. Doch Nick „der Zauberer“ griff tief in seine Trickkiste und erschwindelte sich noch ein Remis, was für uns den Mannschaftssieg bedeutete! 

 

Mit drei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen landeten wir somit am Ende wieder auf unserem Startrang 7. Es wäre jedoch definitiv mehr drin gewesen, auch die DWZ von uns allen sinkt zumindest um ein paar Pünktchen. Trotzdem hat das Turnier extrem viel Spaß gemacht und jeder von uns hatte eine tolle Zeit gemeinsam. Man darf gespannt sein, was der FC Ergolding bei der nächsten DVM der u20 zu bieten hat! dl

Deutsche Vereinsmeisterschaft DVM U16

Unser U16-Team auf Rang 20 von 20 Mannschaften gesetzt

 mit 3 Punkten auf Rang 19 - einen Platz verbessert
26.-30.12.12.2022 Darmstadt   Turniertabellen

Betreuer Thorsten Bernhard

1. Runde am 27.12. um 8:30:  FC Ergolding - SF Neuberg (Hessen) 1,5:2,5 Simon, Laura und Jakob Remis

2. Runde um 14:30:  SSV Vimaria 91 Weimar (Thüringen) - FC Ergolding 2:2 Simon und Laura Remis, Jakob gewinnt

3. Runde am 28.12. um 8:30: FC Ergolding - Stuttgarter SF 1879 (Württemberg) 1,5:2,5 Maxim gewinnt, Laura Remis

4. Runde um 14:30: SF Neureut 1953 (Baden) - FC Ergolding 2,51:1,5 Simon gewinnt, Laura Remis

5. Runde am 29.12. um 8:30: FC Ergolding - Karlsruher SF 1853 (Baden) 2:2 Maxim gewinnt, Simon und Laura Remis

6. Runde um 14:30: FC Ergolding - Schachclub König Plauen (Sachsen) 1,5:2,5 Laura gewinnt, Simon Remis

7. Runde am 30.12. um 8:30: Schach-Club Vaterstetten-Grasbrunn - FC Ergolding 2:2 Maxim und Jakob gewinnen

Die Deutsche U16-Vereinsmeisterschaft 2022 wurde vom 26. bis 30.12. in Darmstadt/Hessen ausgerichtet.  

Für den FC Ergolding traten Simon Lichtinger, Maxim Klein, Laura Huber und Jakob Paringer an. In der Startrangliste wurden wir auf dem 20. Platz gelistet. Unser Spitzenspieler Paul Helmbrecht fehlte, da er bei der zeitgleich ausgetragenen U20 in Münster mitspielte.

Als Tabellenletzter gestartet hatten wir nur DWZ-stärkere Spieler als Gegner. Von den 28 Partien hatten die Gegner 27-mal mehr DWZ. Einzig Simon konnte einmal gegen einen DWZ-schwächeren antreten.

In der ersten Runde kam es zum Duell gegen den Startranglistenzehnten SF Neuberg. Es gelang uns dreimal zu remisieren. Nur Maxim verlor seine Partie. So endete das Match 1,5 : 2,5. 

Besser lief es am Nachmittag gegen den SSV Vimaria 91 Weimar. Jakob gelang mit einem Mehrspringer sein erster Sieg. Simon und Laura konnten erneut ein Remis sichern und so war der erste Mannschaftspunkt perfekt. 

Am Mittwoch wurde uns Stuttgarter SF 1879 zugelost. Maxim konnte nach hartem Kampf im 60. Zug die gegnerische Dame gewinnen, was zu seinem ersten Sieg reichte. Laura hatte zwar zwei Mehrbauern, aber Zeitprobleme. Sie willigte in ein Remis ein. 

Runde 4 führte uns gegen SF Neureut 1953 eV. Simon konnte mit einem Matt im 33. Zug seinen ersten Sieg perfekt machen. Laura erreichte erneut ein Remis und konnte das Ergebnis auf 1,5 : 2,5 angleichen. 

In der 5. Runde hatten wir das Schlusslicht Karlsruhe SF 1853 als Gegner. Zum ersten und letzten Mal hatte mit Simon ein FCE-Spieler einen DWZ-schwächeren auf der anderen Brettseite sitzen. Maxim opferte im 51. Zug seine Dame, da ihm die zwei Mehrbauern zum Sieg reichten. Laura erkämpfte sich im 5. Spiel das 5. Remis. Da auch Simon remisieren konnte, konnten wir mit 2:2 unseren zweiten Mannschaftspunkt feiern.

In der Nachmittagsrunde durften wir gegen SK König Plauen antreten. Nach Turmgewinn konnte nun auch Laura ihren ersten Sieg in diesem Turnier erringen. Simon remisierte und so verloren wir abermals sehr knapp mit 1,5:2,5 Punkten.

In der Schlussrunde gegen den bayerischen SC Vaterstetten-Grasbrunn konnten Maxim und Jakob siegen. Mit diesem 2:2 konnten wir unseren dritten Mannschaftspunkt perfekt machen.

Insgesamt konnten wir drei Mannschaftspunkte erzielen (dreimal 2:2) und verloren viermal sehr knapp mit nur 1,5 zu 2,5 Punkten. Die Brettpunkte addierten sich auf 12, wovon Jakob 2,5, Laura 3,5 und Simon und Maxim je 3 beisteuerten.
Wir steigerten uns vom 20.Startplatz auf den 19. Platz. 

Was mich besonders freut, ist das die Spieler des FC Ergolding sich alle zusammen um 263 DWZ-Punkte verbesserten, was die höchste Steigerung aller Mannschaften war. tb

Vereinsmeisterschaft Rd5

Dimitri Alexandrov bleibt mit fünf Siegen vorn
1612.2022 Bürgerhaus   Turniertabellen

nachfolgend mein Bericht über die gespielten drei Partien unserer VM 5. Runde am gestrigen Freitag , den 16. Dezember:

Patrick Sowka - Erich Kreilinger  0:1  Pirc-Verteidigung, 42 Züge, 3.23 Std. Die Fakten waren Erich's Lieblingsverteidigung, wechselseitige Rochaden, Patrick zunächst mit starkem Angriffsmodus, der gegen Verteidigungskünstler Erich nicht durchschlug. Den Gewinnzug lt. Fritz 29. S x g6 + übersah oder traute er sich nicht. Im Finale dann jeder eine Dame, Erich mit Springer als Mehrfigur gegen zahnlosen Freibauern von Patrick in gewisser Zeitnot, keine Chance mehr für Patrick.
Dimitri Alexandrov - Martin Meier  1:0  Spanisch, 30 Züge, 1.14 Std. Bis zum 8. Zug alles nach Theorie, doch der schwarze Läuferzug nach e6 brachte schon Unheil. Dimitri kassierte zwei Läufer für einen Turm, später stellte Martin noch eine Figur ein, am Ende blieben Dimitri zwei Leichtfiguren übrig, ein problemloser Sieg war eingefahren, man merkte eben schon den Unterschied von über 600 DWZ.
Jphann Kollmeder - Siegfried Reilein  1:0  Französisch, 39 Züge, 3.59 Std. Auch hier eine Lieblingsverteidigung, diesmal Siegfried mit seinem Franzosen. Es wurde eine ziemlich enge Kiste bzw. geschlossene Partie mit Betonmischung. Im Mittelspiel dann Königsangriffsversuche von Johann mit genauer Verteidung von Siegfried, der erfolgversprechend 26. L x e5 übersah. Am Ende dann Glück für Johann und Pech für seinen Gegner in remisverdächtiger Stellung mit Vorteilen. Er übersah einfach den 40. Zug und das war natürlich das sofortige aus.
nachfolgend mein Bericht von der Nachholpartie in der VM der 5. Runde am heutigen Donnerstag Nachmittag 22. November:
Anton Königl - Franz Szymaniak   1:0   Schottisches Gambit, 34 Züge, 1.36 Std.  Die Pech- und Pleitenserie ist erwartungsgemäß beendet. Auch mit Hilfe von Franz, der mit meiner Eröffnungswahl nicht zurecht kam. So verteilte er Weihnachtsgeschenke im 12. Zug mit Zentrumsbauernverlust, im 13. Zug einen Springer eingestellt und im 17. Zug auch noch Qualitätsverlust. Da hätte er eigentlich schon aufgeben können, rd. 440 DZW weniger wogen zu schwer, der Rest zum Punktgewinn war nur mehr ein Schaulaufen. ak

Niederbayernliga  Rd4

Zweite verliert in Ortenburg klar
11.12.2022  Ortenburg

Niederbayernliga: TV Ortenburg -  FC Ergolding2 6,5:1,5

nachfolgend mein Bericht von unserer glorreichen Reise nach Ortenburg über die 4. Runde unserer Zweiten in der NL am 11. Dezember 2022. Das Ergebnis von 6,5:1,5 für den SC Ortenburg bei nur drei Remis für Ergolding ist zwar recht deutlich, fiel aber eindeutig zu hoch aus. Einige Partien waren eigentlich auf unserer Seite, aber das zieht sich wie in den beiden letzten Duellen wie ein roter Faden durch unsere Schachaktivitäten. Das alte Jahr ist schachlich abgeschlossen, im Januar empfangen wir im Bürgerhaus Tabellenführer Deggendorf in der Hoffnung, dass uns da Schachfortuna besser zur Seite steht. Die Ergebnisse im Detail nach Zieleinlauf:

T.Hofer - R.Sowka (Brett 8)  1/2  Schottisches Vierspringerspiel, 27 Züge, 2.19 Std. Material und Stellung bis ins Mittelspiel beiderseits im Gleichgewicht. Am Ende waren keine Gewinnmöglichkeiten zu erspähen, somit eine friedliche Punkteteilung.
P.Hofmann (5) - W.Haimerl  0:1  geschl.Sizilianer, 36 Züge, 2.25 Std. Lange Zeit konnte Paul alle Annäherungsversuche seines Gegenüber parieren, doch im Endspiel musste er ohne Gegenspiel auf Grund verlustbringenden Stellungsnachteilen seinem Gegner zum Gewinn gratulieren.
D.Jukic - S.Lichtinger (4)  1:0  Pirc-Verteidigung, 47 Züge, 2.52 Std. Gegenteilige Rochaden luden zu einem beiderseitigen munterem Angriffsspiel ein, wobei nur ein Bäuerlein auf Ergoldinger Seite verloren ging. Nicht optimale Züge im Endspiel bei Simon ließen den Ortenburger siegreich ins Ziel einlaufen. 
D.Alexandrov (1) - T.Filipovic  1/2  Englisch, 46 Züge, 4.19 Std. Eine starke Vorstellung ohne Angst von Dimitri gegen einen Kontrahenten, der immerhin rd. 300 DWZ mehr auf der Rechnung hatte. Mutig nach vorne war seine Devise, den Gegner beschäftigen und ihn ev. zu Fehlern verleiten. Als er zuletzt einen Freibauern installieren konnte, konnte sich sein Brettnachbar gerade noch ins Dauerschach bzw. Remis retten.
H.P.Thanner - A.Königl (2)  1:0  c3-Sizilianer, 57 Züge, 4.31 Std. Erwischte ein Schwergewicht mit rd 370 DWZ im Vorteil. Nach dessen großer Rochade wandelte dieser am Rande einer Niederlage. Sein Gegenspiel gleich Null, ich konnte voll attackieren. Zum Schluss ließ ich ihn durch nicht astreine Züge aus dem Schwitzkasten entwischen, trotz Qualitätsnachteil jedoch zwei Mehrbauern kam er dann entscheidend in die Gewinnzone.
R.Bartsch - S.Reilein (6)  1/2  Zukertort-Eröffnung, 46 Züge. Den gleichen Gegner hatte ich in Bad Griesbach erfolgreich vor der Flinte, kenne also seine selten gespielte Eröffnung. Siegfried konnte alle plumpen durchsichtigen Gewinnversuche seines Kontrahenten abwehren. Mit der zuletzt vereinbarten Punkteteilung hatte der Ergoldinger Nestor respektvoll sein Wunschziel erreicht.
M.Klein (7) - F.Mednikov  0:1  Pirc-Verteidigung, 61 Züge, 4.55 Std. Wiederum sein flotter Angriffsstil à la Vereinsmeisterschaft wie zuletzt. Am Ende dann massive Stellungs- und Materialnachteile mit Schwierigkeiten für den Löser der Notation. Auf alle Fälle ging der volle Punkt an die Ortenburger Seite.
B.Bilyavskyy (3) - C.Hittinger  0:1  Damenbauernspiel, 95 Züge. Schweres Los auch für Borys gegen einen starken Gegner. Im Mittelspiel musste er sich mit zwei Minusbauern herumquälen, im Endspiel blieben jeweils ein Läufer übrig. Der feindliche Freibauer wäre eigentlich zum Remis zu stoppen gewesen, doch sein Gegenüber konnte ihn austricksen und seine Bilanz ausweiten mit 4 Punkten aus 4 Partien. ak

Regionalliga Süd-Ost  Rd4

Erste gewinnt das Lokalderby
11.12.2022  Bürgerhaus

Regionalliga Süd-Ost: FC Ergolding - SK Landshut 4,5:3,5

In der 4. Runde der Regionalliga Süd-Ost empfing unsere Erste den SK Landshut zum fälligen Duell im hiesigen Bürgerhaus. Nach dem Aufstieg der Gäste in diese Liga wieder ein Vergleich nach längerer Zeit. An den acht Brettern gingen spannende und hochinteressante Partien über die Bühne. Erst nach diversen Stunden schlug das Pendel zu Gunsten der Gastgeber aus. Mit einem knappen 4,5 : 3,5-Erfolg blieben beide Mannschaftspunkte in Ergolding und das vorab ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk. Durch den Ausrutscher des TV Tegernsee beim SK Freising ist das Team mit 8:0 Punkten als Momentaufnahme alleiniger Tabellenführer. Die Paarungen im Detail nach Zieleinlauf:
Philipp Sadlo. - Vladimir Simin (Brett 7)  1/2  Das Thema war Russische Verteidigung, vielleicht ist das gegenwärtig nicht so beliebt. Schon vor dem beginnenden Mittelspiel wurde wenigstens hier die Friedenspfeife geraucht. Der DWZ-schwächere Landshuter war zufrieden und der Ergoldinger blieb ungeschlagen.
Maximilian Lohr (2) - Horst Schmaus  1:0  Unglücklich gestaltet sich momentan die Bilanz des Gästespielers. Er traf beim Damenbauernspiel auf einen bestens aufgelegten Ergoldinger, der ihm nach großer Rochade, Figurenopfer und Rückgewinnung bei hoffnungsloser Stellung keine Chance mehr ließ zu punkten, Aufgabe nach nur 19 Zügen.
Paul Westenthanner - FM Christian Reilein (1)  1/2  Am Spitzenbrett traf man sich mittels beiderseitigem Doppelfianchetto mit Betonmischung ohne Risiko und eventuellen Gewinnmöglichkeiten. Der Respekt vor einander war unverkennbar mit dem Ergebnis, wenigstens ein halber Punkt für jeden Denksportler. 
Paul Helmbrecht (8) - Robert Weindl  1:0  Das 15-jährige Ergoldinger Nachwuchstalent reitet weiter auf der Erfolgswelle, schon der vierten Sieg infolge. Sein Brettnachbar wählte die Skandinavische Verteidigung mit zunächst Figurengewinn, jedoch ausgesetztem Angriffswirbel, der ihm schließlich wohlüberlegt Haus und Hof kostete.
Jonas Hammerl (4) - Joachim Siebert  0:1  Der Landshuter Vorname stach routiniert ganz einfach besser. Eine beeindruckende Vorstellung von ihm, bereits nach 23 Zügen kam das unvermeidbare Aus mit dem Clou, statt Figurengewinn konnte er ihn auch mitleidlos mattsetzen.
Shahrokh Nazari Salari - Sebastian Astner (5)  0:1  Ausgeglichenes Duell mit gegenseitigen positiven Angriffsversuchen bis hin zum Endspiel. Und dann ging alles ganz schnell, nach einem verhängnisvollen Fehlzug incl. Figurenverlust des Gästespielers, musste dieser umgehend die weisse Fahne hissen, von Fehlern lebt das Schachspiel.
Erich Kreilinger (6) - Johann Sellmayer  1/2  Fintenreich das Spiel beider Kontrahenten. Zuerst Figurengewinn für den Weiß-Spieler, dann Springer und Läufer gegen einen Turm, ein Freibauer kostete die Ergoldinger Seite den Läufer. Das Finale trotz Qualitätsvorteil  und Minusbauer für den Landshuter nicht zu gewinnen, somit konnte der Waffenstillstand unterzeichnet werden, der Mannschaftssieg war nach dem dritten Remis endlich eingetütet. 
Josef Schubert, - Nicolas Mooser (3)  1:0  Beide schleppten sich als Letzte mühsam ins Ziel, ein langes und dramatisches Marathonmatch über 96 Züge. Schubert wäre im Mittelspiel mit Unentschieden zufrieden gewesen, sein Duellant nicht, doch zuletzt blieb ihm ein einziges Bäuerlein übrig und das ergab vollen Punktgewinn allerdings bedeutete das nur Resultatsverbesserung. ak

Rapidturnier in Hamburg

Daniel beweist Dominanz beim Hamburger SK

10.12.2022  Hamburg  Turniertabellen 33 TN

Am 10.12 nahm ich beim 2.Hamburger Rapid-Cup teil. Dieser wurde vom Hamburger SK ausgetragen, dem größten und zweitältesten Schachverein in Deutschland. Mit dessen Jugendspielern haben wir schon die eine oder andere Erfahrung gemacht, allen voran die schmerzhafte Niederlage bei der U20 DVM in diesem Jahr. Dementsprechend motiviert war ich, die Ergoldinger Ehre hier wiederherzustellen. Es nahmen 33 Schachfreunde teil, gespielt wurden 7 Runden Schweizer System mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. Für die ersten drei Plätze gab es ein Preisgeld von 100, 75 und 50€, welches ich mir gerne schnappen wollte. Ich reiste aus Lüneburg gemeinsam mit FM Gerrit Hourigan an, der ebenfalls in Lüneburg studiert und den ich schon von der OIBM am Tegernsee kenne. 

Daniel Lichtmannecker (2135), StRg 3: Endstand Platz 2 mit 5,5 Punkten.

Die ersten drei Runden gewann ich sehr sicher und ich profierte davon, dass fast alle meiner vermeintlich stärksten Konkurrenten bereits Federn ließen und Punkte an die Konkurrenz abgaben. Nach der Mittagspause musste ich mich nun mit einem 12-jährigen Ausnahmetalent messen. Ich erspielte mir eine klar bessere Stellung, doch in der Folge schockierte mich der Junge, indem er in Sekundenschnelle eine Drohung nach der nächsten aufstellte, welche mich viel Bedenkzeit kosteten. Unerbittlich tickte meine Uhr in Richtung Null, während mein Gegner munter weiter Druck aufbaute. Irgendwann kollabierte ich unter Zeitdruck und ich musste eine erschütternde Niederlage verkraften. Dies gelang aber sehr gut, und mit zwei Schwarzsiegen am Stück und einer ordentlichen Portion Schützenhilfe fand ich mich vor der letzten Runde punktgleich mit FM Gerrit Hourigan einen halben Punkt vorm restlichen Feld wieder. Nun war es an der Zeit für Rechenspielereien, da uns ein Remis in der letzten Runde eventuell für den ersten und zweiten Platz reichen könnte. Wir beschlossen, es darauf ankommen zu lassen, und nach einem schnellen Remis hieß es für uns abwarten und Tee trinken. Am Ende konnten vier Spieler 5,5/7 Punkte verbuchen, also war allen klar, dass die Zweitwertung, Buchholz, entscheiden würde. Hier war mir die Schachfortuna gnädig, und ich landete mit einem halben Buchholz Vorsprung auf Rang 2, was mir 75€ einbrachte. Gewinner wurde FM Gerrit Hourigan mit einem Buchholz mehr als ich, mit dem ich mich nach dem Turnier gut gelaunt über unseren Doppelsieg wieder auf den Heimweg machte. dl 

Zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel

07.12.2022

Liebe Mitglieder und Freunde der Schachabteilung,

 

das Jahr 2022 war zu Beginn sehr stark von den Einschränkungen aufgrund Corona geprägt. Viele Spiele und Turniere wurden verschoben oder sind ersatzlos entfallen. 

Wir blicken trotzdem auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Ein kleiner Auszug aus den letzten 12 Monaten: 

 

- Ergoldinger Rapidturnier mit 145 TN in 6 Altersklassen

 

- Bayerischer Meistertitel für die U20-Mannschaft

 

- Bayerischer Meistertitel für die U16-Mannschaft

 

- Deutsche U20-Vereinsmeisterschaft Platz 10 (Nicolas Mooser, Maximilian Lohr, Daniel Lichtmannecker, Sebastian Astner, Patrick Sowka und Dimitri Alexandrov)

 

- Deutsche U14-Vereinsmeisterschaft Platz 14 (Paul Helmbrecht, Simon Lichtinger, Maxim Klein und Laura Huber)

 

- Bayerische Jugendeinzelmeisterschaften mit sieben Teilnehmern

 

- Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften mit zwei Teilnehmern

 

- Offene internationale Bayerische Schachmeisterschaft mit fünf Teilnehmern

 

- Durchführung von Vereinsmeisterschaften

 

- Ferienprogramme in Ergolding und Niederaichbach

 

- Teilnahme beim autofreien Sonntag in Ergolding

 

 

Ich möchte mich bei allen für ihren Einsatz als Spieler, Trainer, Spielleiter, Mannschaftsführer, Betreuer und Fahrer bedanken. 

Ein herzlicher Dank gilt auch all jenen, die unsere Abteilung finanziell unterstützt haben. 

 

Unser 19. RAPID-Jugend-Open im Bürgersaal ist für den 19. Mai geplant.

 

Ich wünsche euch allen, euren Angehörigen und unseren Freunden eine erholsame Weihnachtszeit und für das neue Jahr 2023 alles Gute, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit. 

 

DSAMM in Hamburg

Ergoldinger Hai lässt nichts anbrennen

02.-04-12.2022  Hamburg  A-Gruppe 24 TN

Vom 2.12 bis 4.12 fand in Hamburg der Auftakt der diesjährigen DSAM- Serie statt. Das ist eine Turnierserie des deutschen Schachbundes für Spieler unter 2300 Rating. Gespielt wird hier in vielen verschiedenen Ratinggruppen mit jeweils 200 ELO innerhalb jeder Gruppe. Ich spielte in der höchsten Gruppe, der A- Gruppe, welche von 2100- 2300 ELO reichte. Das Turnierareal war das RCADIA Hotel Hamburg, eigentlich ein Hotel spezialisiert auf Gaming, jedoch auch für ein Schachturnier durchaus geeignet. 333 Schachfreunde aus Deutschland machten sich auf dem Weg, um in 5 Runden um die Qualifikation für das große Finale der jeweiligen Gruppen zu kämpfen.

Ich startete in der A- Gruppe von Startrang 22 von 24 Teilnehmern.

Daniel Lichtmannecker (2113), StRg 22: Endstand Platz 10 mit 3 Punkten.

Runde 1: Daniel Lichtmannecker - CM Jens Wulf von Moers (2162) 0.5- 0.5

Ich erspielte mir aus der Eröffnung einen sicheren Vorteil, agierte dann aber nicht entschlossen genug und ließ meinen Gegner in ein scheinbar ausgeglichenes Endspiel endkommen. Da ich hier nur noch mit einem Remis rechnete und die Stellung nicht genauer anschaute, bot ich Remis und übersah völlig, dass mein Gegner mit seinem vorherigen Zug die Partie eingestellt hatte! Er nahm natürlich das Geschenk dankbar an und zeigte mir mein Versäumnis. Ein verschenkter halber Punkt, trotzdem an sich eine akzeptable Partie.

Runde 2: FM Thomas Kahlert (2144) – Daniel Lichtmannecker 0.5- 0.5

Nun musste ich mich mit Schwarz mit einem FM messen. Meine Vorbereitung ging auf und nach 20 Zügen Eröffnungstheorie war die Stellung schlichtweg völlig ausgeglichen. Die Figuren wurden munter getauscht, bis sich am Ende auf eine friedliche Punkteteilung geeinigt wurde. Eine sehr sichere Vorstellung, vor allem mit Schwarz.

Runde 3: Daniel Lichtmannecker – CM Aaron Matthes (2223) 0.5- 0.5

Das Remis-Spektakel ging munter weiter: Mein gleichaltriger Gegner überraschte mich unsanft in der Eröffnungsvariante, an die ich mich nicht genau erinnern konnte. In der Folge ging einer meiner Bauern flöten und es schien, als würde meine Stellung kentern. Doch Schachfortuna zeigte sich überraschend gnädig und als mein Gegner eigentlich seinen Turm ziehen wollte, berührte er stattdessen die Dame! Berührt, geführt und ich war zurück in der Partie. Nun war ich am Drücker und versuchte noch zu gewinnen, doch auch diese Angriffsversuche versandeten schließlich, sodass auch hier die Friedenspfeife geraucht wurde.

Runde 4: Tom Linus Bosselmann (2113) - Daniel Lichtmannecker 0.5- 0.5

Die Auslosung bescherte mir ein weiteres Duell mit einem ambitionierten Jungspund. Dieser versuchte überraschenderweise meine eigene Eröffnung gegen mich, was sich für ihn als ein Griff ins Klo erwies. Im Mittelspiel eroberte ich einen Bauern, doch er erhielt im Gegenzug Kompensation durch Figurenaktivität. Um diese zu neutralisieren gab ich meinen Mehrbauern zurück, sodass die Stellung wieder völlig ausgeglichen war. Frustriert nahm ich sein Remisangebot an, schwor mir jedoch zugleich, die letzte Runde um jeden Preis auf Sieg zu spielen. 

Runde 5: Daniel Lichtmannecker- Timur Kocharin (2127) 1-0

Diesen Beschluss setzte ich nun auch in die Tat um: Auch wenn ich etwas Respekt vor meinem Gegner hatte, weil dieser in knapp einem Jahr +700 ELO (!) gemacht hatte, beschloss ich, seine Siegesserie zu beenden. Das Spiel wogte zunächst in meine Richtung, dann aber übernahm mein Gegner das Steuer und ich musste versuchten, in ein leicht schlechteres Endspiel abzuwickeln. In Zeitnot wollte mein Gegner mich zusätzlich unter Druck setzen, indem er auch extrem schnell spielte. Dies erwies sich jedoch als fataler Fehler, denn trotz wenig Zeit auf der Uhr fand ich eine taktische Ressource und plötzlich stand ich sehr gut. Nun witterte ich endlich meine Chance und wie ein Hai wollte ich die Beute nun endlich erlegen und nicht wieder in ein Remis entwischen lassen. Dieses Mal trugen meine Anstrengungen Früchte und ich konnte als letzte Partie des Turniers den vollen Punkt einsacken. Ein wichtiger Sieg, nach 4 Remis am Stück. 

 

Insgesamt landete ich damit auf Platz 10, punktgleich mit Platz 5, aber ich hatte leider die schlechtere Buchholz. Das ist etwas ärgerlich, da die Top 7 Geldpreise, sowie eine Qualifikation für das DSAM Finale im Sommer erhielten. Trotzdem war es erneut eine relativ gute und vor allem sichere Vorstellung von mir. Ungeschlagen war ich in fast keiner Partie jemals richtig in Gefahr zu verlieren, lediglich meine Chancenverwertung ließ etwas zu wünschen übrig. Dennoch kann man auf diesem Turnier aufbauen, auch die ELO nähert sich mit weiteren +20 der Marke von 2150 ELO an. dl

U20-Bayernliga Rd2+3

Zwei klare Siege und die Tabellenführung - Das D in Ergolding steht für Dominanz

03.12.2022  Kelheim

U20-Bayernliga:: FC Ergolding  - SC Erlangen 6:0

In der ersten Doppelrunde der Saison stößt der FC Ergolding auf zwei harte Gegner. Den SC Erlangen und den SK Kelheim. Doch Ergolding bringt eine Geheimwaffe mit an den Tisch. Schwarze und weiße Hüte zieren die Köpfe der Ergoldinger und lassen Sie zu nie geahnten Höhen fliegen.

1. Hannes Hetzner- Maximilian Lohr 0:1

Katalanisch

Maximilian zeigte in seiner Partie seine ganze spielerische Stärke. Im Mittelspiel manövrierte er seine schwarzen Steine elegant über das Brett und brachte Hannes so ins Schwitzen. Mit einer genau berechneten Variante wickelte Maxi in ein gewonnenes Endspiel ab und zeigte was ein schwarzer Hut für den Gegner bedeutet. Eine Niederlage.

2. Nicolas Mooser-Levin Isbilir 1:0

Katalanisch

Auch auf Brett zwei wurde mit dem Katalanen eröffnet, doch diesmal zeigte der Katalanisch Meister Nick, wieso man gegen ihn nicht mit schwarz spielen will. In der Eröffnung, die Nicolas in und auswendig kann, sah Levin kein Land und findet sich schnell auf dem sinkenden Schiff wieder. Mit einem Figurengewinn dachte Nicolas das Spiel wäre so gut wie gewonnen. Doch das erwies sich als großer Fehler. Das Endspiel remisierte der Erlanger fast noch. Nick schafft es am Ende die Damen zu tauschen und Levin ein Ende zu setzen.

3. Rafael Martin Hernandez-Maximilian Ponomarev 0:1

Sizilianisch- Französische Variante

In der Eröffnung geriet der Ergoldinger in schwere Probleme. Nach einigen ungenauen Zügen konnte der junge Erlanger seine Stellung massiv verbessern und suchte nun den schnellen Gewinn. Den dachte er auch zu finden, als er zwei Figuren opferte, um Matt zu setzten. Das stellte sich als schwerer Fehler heraus und kostete seinen Monarchen am Ende den Kopf. Wie heißt es so schön. Ohne Kopf auch kein Hut, ohne Hut auch kein Sieg!

4. Sebastian Astner-Richard Zeltner 1:0

Modern Defense- Drei Bauern Angriff

Der Name ist Programm. Drei Bauern schob ich in der Eröffnung aggressiv nach vorne nur um gleich darauf zwei zu verlieren. Das Spiel sah genauso verloren aus wie meine Bauern, bis Richard in Zeitnot ein entscheidender Fehler unterlief. Diesen bestrafte ich sofort mit einem Qualitätsopfer und konnte mich so in eine Gewinnstellung retten. Am Ende hieß es dann für Ihn „losing by time and losing by position“.

5. David Kurniady-Paul Helmbrecht 0:1

Caro Kann- Tal Variation

In der Eröffnung konnte Paul sich sofort Ausgleich sichern. Doch seine Ambitionen stoppten dort nicht. Er verbesserte seine Stellung immer weiter, bis die Partie in ein schwieriges in ein Turmendspiel mündete. Hier beginnt Paul mit seiner Magie. Er beginnt den Gegner zu kneten als wäre dieser ein Stück Brot. Stück für Stück, Feld um Feld eroberte er Raum, bis der Gegner unter dem Druck brach. 

6 .Patrick Sowka-Laura Kristin Krause 1:0

Rapport-Jobava System

Was soll ich sagen? Patrick an Brett 6 ist eine Macht, die in Bayern seines gleichen sucht. So konnte Patrick auch in dieser Partie zeigen, wieso er in manchen Mannschaften auf Brett eins spielen würde. Schon nach der Eröffnung stand Patrick deutlich besser und dieser Vorsprung wurde auch nicht weniger im Mittespiel. Im Gegenteil Patrick presste immer weiter bis der gegnerische Monarch die Fahne hissen musste. Eine Machtdemonstration, die die Ergoldinger Dominanz in Bayern noch mal deutlich macht. Da kann man nur sagen Hut ab! sa

SK Kelheim - FC Ergolding 1,5:4,5

Bericht folgt...

U20-Landesliga-Süd Rd2+3

Niederlage und Sieg für unsere Zweite
03.12.2022  Bürgerhaus

U20-Landesliga-Süd: FC Ergolding- SV Isental 0,5:3,5

FC Ergolding2 - SK elheim2 4:0

Bei der Doppelrunde in Ergolding begrüßten ich die Gäste aus Isental, Kelheim2 und Schaibing. Der FCE2 spielte mit Simon Lichtinger, Maria Kühne, Ainhoa Karlinger De la Quintana und Maxim Klein. Maxim ist sehr kurzfristig für den eigentlich vorgesehen Felix Handschuh eingesprungen, der kurzfristig wegen eines anderen Termines absagte.

Ergolding2 - Isental 0,5 : 3,5

Simon Lichtinger - Denis Geist 0:1

Maria Kühne - Tim Geist 0:1

Ainhoa Karlinger - Stylianos Russakis 1/2

Maxim Klein - Michael Vintan 0:1

Pünktlich um 10 Uhr begannen wir gegen den SV Isental mit den Brüdern Denis und Tim an den beiden Spitzenbrettern. Sowohl Simon als auch Maria hatten ihre Chancen, die sie aber nicht für einen Sieg ausnützen konnten. Ainhoa konnte ein Remis erreichen. Bei Maxims Partie hatte beide ab dem 32. Zug Zeitprobleme und Maxim nochmal in der Schlussphase. Mit zwei Minderbauern verlor er nach vier Stunden.

Ergolding 2 - Kelheim2 4,0 : 0,0

Simon Lichtinger - Valentina Neumeier 1:0

Maria Kühne - Konstantin Neumeier 1:0

Ainhoa Karlinger - Marcus Reimann 1:0

Maxim Klein - Arthur Sitnik 1:0

Die Nachmittagsrunde begann aufgrund Maxims langer Vormittagspartie erst um 15 Uhr. Kelheim2 startete mit den Neumeiergeschwistern an den Spitzenbrettern. Maria und Maxim konnten sehr schnell siegen und die ersten Punkte des Tages einfahren. Sehr viel mehr kämpfen mussten dagegen Ainhoa und Simon, die aber ebenfalls siegreich das Brett verlassen konnten. tb

Vereinsmeisterschaft Rd4

Dimitri Alexandrov mit vier Siegen vorn
0212.2022 Bürgerhaus   Turniertabellen

Nachfolgend mein Bericht über die vollständig gespielte vierte Runde am 02. Dezember mit einigen Überraschungen. Es wird weiterhin mit harten Bandagen gekämpft, von den bisher gespielten 20 Partien gingen nur zwei mit Remis aus. Das Motto lautet in der Regel, entweder oder. Die Nachholpartie der 2. Runde zwischen Martin und Paul ist am kommenden Freitag 09. Dezember angesetzt.

Siegfried Reilein - Borys Bilyavskyy   1:0   Damenbauernspiel, 53 Züge, 4.55 Std. Ein stundenlanges hartnäckiges Duell meiner beiden älteren Kollegen. Eine symetrische Stellung beiderseits bis zum 11. Zug mit wenig Vorteilen. Erst als im Mittelspiel Siegfried am Damenflügel humorlos gleich zwei Bauern vereinnahmen konnte, gingen bei Senior Borys langsam die Lichter aus. Keine Chancen mehr für ihn zu erspähen, der volle Punkt ging doch überraschend an Nestor Siegfried. 
Maxim Klein - Anton Königl   1:0   Pirc-Verteidigung, 68 Züge, 4.56 Std. Schachfortuna ist mir weiterhin nicht wohlgesonnen, zum dritten male infolge war ich Geschenkeverteiler. Der noch 13-jährige Maxim, hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich mit allerdings 69 Jahren Differenz, begann angriffslustig wie immer mit Bauerngewinn. Doch als ich später im Endspiel mit meinen zwei Türmen seine 2. Reihe besetzen konnte, war zumindest Remis das Thema. Mein Königszug nach f5 war zuletzt unnütz und hirnlos sowie verlustig, ein Bauernzug nach e5 dagegen gewinnbringend. Meine zwei Freibauern wären schneller gewesen als seine, aber das gehört zum Spruch Fahrradkette.
Franz Szymaniak - Dimitri Alexandrov   0:1   Damenbauernspiel, 27 Züge, 3.18 Std. Lange Zeit hielt sich der mit über 400 DWZ schwächere Franz recht wacker am Brett. Die Frage war, wie kann man den weissen Abwehrriegel am besten knacken. Als sich Dimitri schließlich in die Königsstellung mit seinen Figuren reinschleichen konnte, war das ungleiche Duell umgehend endschieden, ein folgendes matt nicht mehr zu verhindern.
Martin Meier - Simon Lichtinger   0:1   Königsindisch, 32 Züge, 2.40 Std. Martin hatte es natürlich sehr schwer gegen einen noch übermächtigeren Gegner mit über 600 DWZ mehr auf der Liste. So war es fast kein Wunder, dass nach diversem Abtausch bis zum Endspiel zwei Leichtfiguren mehr für Nachwuchs Simon übrig blieben, die Messe war für ihn ohne viel Anstrengung gelesen.
Erich Kreilinger - Paul Helmbrecht   1:0   Damenbauernspiel /Colle, 31 Züge, 2.21 Std. Solide Angriffspartie von Erich mit viel Übersicht. Als er im Mittelspiel einen wichtigen Zentrumsbauern erobern konnte, schlug das Pendel endgültig auf seine Seite. Er konnte schalten und walten wie es ihm gefiel ohne erfolgversprechendes Gegenspiel von Paul als weiterem Nachwuchsspieler befürchten zu müssen. Als schließlich auch noch Qualitätsvorteil drohte, hisste Paul die weisse Fahne. Geglückte Revanche für Erich für die Niederlage in der letzten Saison.

Nachholpartie der 2. Runde am 09. Dezember 2022:
Martin Meier - Paul Helmbrecht   0:1   Englisch, 49 Züge, 1.41 Std. Leichtes Spiel für Paul mit seinem rd. 700 DWZ-Plus auf dem Konto. Er konnte während der Partie so nebenbei insgesamt drei Bauern ohne Gegenleistung einsammeln. Als Martin auch noch seinen Turm Richtung Harakiri opferte wegen einer eventuell späteren Pattsituation, war das grausame Spiel endgültig im Eimer. ak

Regionalliga Süd-Ost  Rd3

Die Erste bleibt in der Erfolgsspur
27.11.2022  Bruckmühl

Regionalliga Süd-Ost: SK Bruckmühl -  FC Ergolding 3,5:4,5

Unsere Erste überwand auch die nächste Hürde unbeschadet. Beim SK Bruckmühl gewann das Team in der 3. Runde der Regionalliga Süd-Ost knapp mit 4,5:3,5 und das mit nur sieben eingesetzten Spielern. Sebastian Astner musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen, der Gastgeber ging durch das Geschenk somit mit 1:0 in Führung. Um so bemerkenswerter, dass trotzdem der Mannschaftssieg eindrucksvoll notiert werden konnte. Mit gegenwärtig 6:0-Punkten liegen die Ergoldinger weiterhin mit an der Tabellenspitze. Die einzelnen Ergebnisse nach Zieleinlauf kurz im Datail:
Eine beeindruckende Vorstellung durch Vladimir Simin (Brett 5)  in einer wilden gegenseitigen Angriffspartie. Der Clou, trotz zweier ins Geschäft gesteckter Minusbauern konnte sein Gegenüber eine plötzliche Mattdrohung nicht mehr verhindern, sofortiger wichtiger Ausgleich für Ergolding. FM Christian Reilein und sein Brettnachbar agierten am Spitzenbrett bei einem Königsinder respektvoll und ohne Risiko miteinander, eine friedliche Punkteteilung als einzige an diesem Sonntag konnte daher vereinbart werden. Mit offenem Visier nach vorne bei Nicolas Mooser (2) war hier die Devise, wobei zuletzt die Königsstellung des Bruckmühlers ziemlich luftig aussah und dessen hilfloser Monarch wenig später das matt nicht mehr verhindern konnte. Mit seinem Sizilianer war Erich Kreilinger (4) ab dem Mittelspiel massivem Angriffswirbel seinen Kontrahenten ausgesetzt. Das kostete ihm zuletzt u.a. eine Figur mit nachfolgender unheilvoller verlustbringender Mattdrohung. Eine wohlüberlegte Partieführung von Patrick Sowka (7) nach wechselseitigen Rochaden. Zum Schluss zählte man die Häupter seiner Lieben und siehe da, zwei gewinnbringende Freibauern auf Ergoldinger Seite, was sein Gegner zähneknirschend akzeptieren musste und aufgab. Eine Bank ist momentan Ergolding's 15-jährige Nachwuchshoffnung Paul Helmbrecht (8), sein dritter Erfolg im dritten Match. Bis zum schwierig zu spielenden Finale herrschte Materialgleichstand. Ein vermeintlicher Figurengewinn sowie ein Freibauer auf Bruckmühler Seite erwiesen sich als geschickte Finte, ein Schachgebot und schon sass der Fuchs in der Falle, matt und Sieg im nächsten Zug, Der Mannschaftssieg war eingetütet. Als Letzter ins Ziel musste sich Tobias Denk (6) über diverse Stunden quälen. Ein kleines Bäuerlein sprich Freibauer bedeutete für ihn das Ende vom Lied. Für den Spieler zwar ärgerlich und kein Beinbruch, für die Gastgeber war es nur noch Ergebniskosmetik. ak

Niederbayernliga  Rd3

Zweite verliert klar
27.11.2022  Bürgerhaus

Niederbayernliga: FC Ergolding2  - SK Passau3 2,5:5,5

Mein Bericht von der 3. Runde in der NL unserer Zweiten vom gestrigen Sonntag 27. November zu Hause gegen den SK Passau 3, enttäuschendes Endergebnis 2,5 : 5,5. Auch diesen Mannschaftskampf hätten wir wie gegen Schaibing niemals verlieren dürfen, aber wenn einige Partien schief laufen, kommen diese Resultate heraus. Die Ergebnisse im Detail nach Zieleinlauf: 

1. Rafael Sowka ( Brett 8 ) - Martin Wilde   1:0   Damenfianchetto, 34 Züge, 1.52 Std. Es sollte wie sich später rausstellte, leider der einzige Brettsieg des Tages werden. Nach Figurenopfer und Rückgewinnung blieben zwei Bauern mehr auf der Waage. Als Rafael auch noch vom Gegner die Qualität serviert bekam, war der volle Punkt souverän und sicher eingetütet.
2. Siegfried Reilein ( 6 ) - Markus Manaberger   1/2   Damenbauernspiel, 26 Züge. Siegfried's Kontrahent opferte in ausgeglichener Stellung im 14.Zug überraschend und ganz frech die Qualität mit Bauerngewinn zwecks aktivem Figurenspiel, was ihm dann auch gelang. Ein berechtigtes vereinbartes Remis zuguterletzt.
3. Paul Hofmann ( 4 ) - Georg Holzapfel   1/2   Französisch, 29 Züge. Paul mit leichten Stellungsvorteilen bis zum Mittelspiel. Nach Bauerngewinn war er auf Gewinnkurs bei beiderseitigen doppelten Turmgeschützen, wobei seine Türme für die Besetzung der siebten Reihe bereitstanden. Seine Abwicklung brachte jedoch nur eine friedliche Punkteteilung.
4. Hubert Beutel - Johann Kollmeder ( 5 )   1:0   Schottische Partie, 21 Züge, 2.23 Std. Auf beiden Seiten war das Duell total ausgeglichen, keine Gefahr weit und breit zu sehen. Doch urplötzlich explodierte der Ofen, Johann's angegriffener Damenausflug war tödlich. Eine Springerschachgabel hätte Figurenverlust mit späterem matt bedeutet, daher folgerichtige rechtzeitige Aufgabe. 
5. Philipp Biedenkopf - Dimitri Alexandrov ( 1 )   1:0   Damenindisch, 22 Züge, 3.20 Std. Unglücklicher Beginn von Dimitri. Er verlor schon nach der Eröffnung einen Zentrumsbauern, sein Gegenüber bekam massive Stellungsvorteile. Als auch noch eine ganze Figur ohne Grund abhanden kam, war seine Aufgabe leider zu erwarten.
6. Borys Bilyavskyy ( 2 ) - Rudolf Bittner   1/2   angen.Damengambit, 49 Züge. Nach einer allgemeinen Firurenabtauscherei verlor Borys bis zum Endspiel zwei Bauern, sein Gegner hatte am Damenflügel gleich zwei erfolgversprechende Freibauern. Es war für ihn bis zum 40. Zug eine Sekunkenschlacht, die er gerade noch meisterte. Am Ende dann ein wohlüberlegter Schach-Clou, einen Zug vor dem matt schaffte er mit Bauer, Springer und Turm noch ein Remis durch Dauerschach.
7. Ignaz Rutter - Maxim Klein ( 7 )   1:0   Katalanisch, 49 Züge, 3.46 Std. Ein munteres Scheibenschießen auf beiden Seiten mit Vorteilen für den Passauer. Es wurde wie bei Borys ein Zeitnotschlacht. Maxim eroberte zwar die Qualität, musste jedoch im Eifer stets Gefechts seine Dame hergeben, schließlich seine beiden Türme gegen Dame und Läufer und diverse Bauern und das bedeutete leider das Ende. 
8. Wilfried Kuran - Simon Lichtinger ( 3 )   1:0   Französisch, 50 Züge, 4.28 Std. Ein zähes Ringen über diverse Stunden. Simon opferte im Mittelspiel wagemutig einen Springer für drei Bauern, mit starkem Angriff incl. Gewinnchancen. Wie bei Borys und Maxim wurde es zum Schluss die dritte Zeitnotschlacht an diesem Sonntag. Als er jedoch seinen Springer ohne Gegenleistung einstellte, wendete sich das Blatt, der Punktverlust war nicht mehr aufzuhalten.  ak

24. Senioren-Schach-Open Bad Griesbach

Anton Königl (1803, StNr 36) mit  4 Punkten auf Rang 19
20.-26.11.2022  Bad Griesbach   Turniertabellen   61 Teilnehmer

 

In Bad Griesbach fand das 24. Senioren Schach Open vom 20. bis 26. November 2022 statt, als Einziger war ich zum 24. male dabei. Mit 61 Teilnehmern beinhaltend auch diverse Titelträger aus sieben Nationen incl. sieben Damen konnte eine Rekordzahl notiert werden. Im letzten Jahr waren es infolge der Corona Pandemie nur 36 Standhafte. Ein starkes Teilnehmerfeld garantierte interessante und spannende Kämpfe. Komischerweise bekam ich weder einen ausländischen Mitspieler noch eine Schachdame vor die Flinte. Mit meinem Ergebnis von 4 Punkten aus 7 Partien war ich schon zufrieden, konnte mich steigern mit einem Plus von 30 bei DWZ und 29 bei der ELO. Ein paar Thermenbesuche durften natürlich fehlen, wobei ich den Besuch am Vormittag vorm Turnierbeginn am Nachmittag zur 3. Runde hätte lieber sein lassen sollen bezüglich negativem Ergebnis. 
Sieger des Turnieres wurde erstmals FM Jürgen Peist vom SV Herford, seines Zeichens Deutscher Amateurmeister und Vize des Vorjahres, mit 6 Pkt. aus 7 Partien, er gestattete seinen Kontrahenten nur zwei Remis. Vize wurde IM Ivan Hausner aus Tschechien vor FM Georg Haubt vom SV Oberursel, beide mit 5,5 aus 7. Beste Dame auf Platz 9 wurde WIM Helene Mira aus Österreich mit 4,5 aus 7.  
Rd. 1 - Anton Königl (1803 ELO) - CM Christian Schatz (2151)  0:1  c3-Sizilianer, 52 Züge, 4.35 Std. Wie immer in der 1. Runde bekommt man einen schweren Gegner, diesmal den Sieger von 2015 mit einem Plus von rd. 350 ELO. Letzten Endes keine Chance mit zwei Minusbauern, meinen Freibauern konnte er mit Mühe stoppen, der seinige dagegen war nicht aufzuhalten.
2 - Dagobert Langer SK Freising (1666) - A.Königl   0:1   Königsindisch, 39 Züge, 4.10 Std. Weitaus knetbarer mein nächster Gegner aus Freising. Riesen Stellungs- und Zeitvorteile bis zum Endspiel. Als ich auch noch einen zweiten Bauern aus seinem Gestrüpp angeln konnte, hisste er in hoffnungsloser Stellung die weisse Fahne.
3 - A.Königl - Berthold Riering (1964) SchVgg Blankenese   0:1   Caro-Kann, 27 Züge, 1.38 Std. Mein nächster Duellant war mir von Beginn an überlegen, er spielte wie immer seit Jahrzenten seine Hausmarke, kennt diese in- und auswendig. Nach übersehenem raffiniertem Figurenverlust konnte ich nur noch gratulieren, vielleicht habe ich den Thermenbesuch am Vormittag etwas übertrieben.
4 - Rüdiger Bartsch (1723) SC Ortenburg - A.Königl   0:1   Doppelfianchetto, 55 Züg, 4.55 Std. Gut erholt vom Vortag, konnte alle plumpen Annäherungsversuche von ihm abwehren. Trotz eines Minusbauern konnte ich ihm ein starkes erfolgreiches Finale mit Besetzung der zweiten Reihe vor die Nase setzen. Nach erzwungenem Turmgewinn konnte ich ihn ganz einfach mattsetzen.
5 - A.Königl - Sven Steinberg (2098) TSV Trostberg   1/2   c3-Sizilianer, 24 Züge, 2.50 Std. Ja spinnt denn der PC, zur "Belohnung" meines Vortagsieges bekam ich von den 20 Spielern mit 2 Pkt. den stärksten d.h. er hatte ein Plus von rd. 300 ELO. Meine Stellung konnte ich ausgeglichen gestalten, keiner war auf Gewinnkurs mit eventuellem Risiko. Ich bot forsch Remis, wollte er nicht, später bot er etwas resigniert selbst Remis, was ich natürlich sofort annahm.
6 - Ortwin Bock (1900) SK Landshut - A.Königl   0:1   Sizilianisch mit b4, 27 Züge, 4.15 Std. Ein besonderes Match für mich mit Motivation, war es doch ein gewisses Lokal-Derby. Ortwin als ehemaliger Vereinskollege spielte vorher 5 mal Remis, wollte ihm unbedingt die erste Niederlage beibringen, war ich meiner Vorbereitung schuldig. Nach Figurenverlust und Abwehr all seiner Gewinnmöglichkeiten musste er das nicht vermeidbare Aus quittieren.
7 - A.Königl - Martin Stierle (1914) SG Donautal Tuttl.   1/2   Französisch, 17 Züge, 2.35 Std. Mein auf dem Papier starker Brettnachbar wählte im Gegensatz zu mir die große Rochade, ein stets lohnendes Angriffsziel. Um einen vollen Punkt einzufahren, danach sah es fast aus, hätte es sicher noch über zwei Stunden gedauert. Der Spatz in der Hand war mir lieber als die Taube auf dem Dach. So einigten wir uns auf eine Punkteteilung, mein Minimalziel von 50 % waren dadurch erfreulich überschritten.   ak

U20-Bayernliga Rd1

Nicht nur vor dem Schiedsgericht gewonnen

19.11.2022  Bürgerhaus

U20-Bayernliga:: FC Ergolding  - SC Bavaria Regensburg 5:1

Eine neue Saison startet, mit einem neuer Kampf gegen Regensburg. Gleich im ersten Spiel stießen wir auf unsere Erzrivalen aus Regensburg. Wir wollten uns natürlich revanchieren für die knappe Niederlage letztes Jahr, die uns fast den Tuniersieg kostete. 

Leider spielten wir nicht in Bestbesetzung und mussten auf unsere Starspieler Maximilian Lohr und Nicolas Mooser verzichten. Dies erwies sich im Nachhinein aber nicht als ein Problem, da Regensburg mit zwei Spielern weniger nach Ergolding anreiste und somit schon zwei Punkte hinten lag.

1. Naum Aumüller–Maximilian Ponomarev ½: ½

Sizilianisch-Paulsen Variante

In diesem Spiel bewies Maximilian, wieso er eine sehr wichtige Erweiterung für uns ist. Obwohl er mit den schwarzen Steinen spielt, kann Maxi schnell Ausgleich erzielen und Naum zu einem falschem Opfer verleiten. An dieser Stelle nutzte Maximilian die Chance seinen Gewinn zu realisieren nicht und leitet in schwieriges Endspiel ab. In der folgenden Stellung rauchte Maximilian mit Naum die Friedenspfeife und gab sich mit einem Remis zufrieden.

2. Sebastian Astner-Arthur Steinhauer ½: ½

Rapport-Jobava System

Gleich in der Eröffnung brachte ich Arthur in Bedrängnis und ließ meine Bauern am Königsflügel einen Großangriff ausführen. Dadurch gewann ich einen Bauern und hatte eine deutlich bessere Stellung. Einige Züge später entschied ich mich aber dazu schlecht zu spielen und stellte eine Qualität ein. Das folgende Endspiel kann Komödie oder Tragödie bezeichnet werden. Mit zweitweise zwei Bauern und einer Qualität mehr, schaffte es Arthur nicht meinen Monarchen zum Aufgeben zu zwingen.

3. Mika Neugirig-Paul Helmbrecht 0:1

Zuckertort: Nimzo-Larsen Variante

Nach einer eher passiven Eröffnung des Weißen konnte Paul direkt eine leicht bessere Stellung ergattern. Diese behielt er dann konsequent bis ins Endspiel bei. Dieser Vorteil war aber sehr gering und Mika hatte viele praktische Remischancen. Doch in dieser Stellung zeigte Paul wieso er auch „der Kneter von Ergolding“ genannt wird. So presste er seinen Gegner 20 Züge lang immer weiter gegen die Wand, bis er einen Durchbruch fand. 

4. Patrick Sowka-Samuel Ammann 1:0

Rapport-Jobava System

Auch an Brett 4 kam Rapport-Jobava auf das Brett. Auch hier erkämpfte sich Patrick einen Vorteil nach der Eröffnung, den er im Mittelspiel wieder verschenkte. Anders als an Brett zwei zeigte Patrick hier aber seine ganze spielerische Klasse und drehte die Partie noch zu seinen Gunsten und sicherte so Ergolding noch einen ganzen Punkt am „letzten“ Brett. sa

Vereinsmeisterschaft Rd3

Dimitri Alexandrov mit drei Siegen vor Patrick Sowka
1811.2022 Bürgerhaus   Turniertabellen

Patrick Sowka - Martin Meier   1:0   Damenbauernspiel, 33 Züge. Martin verlor in der Eröffnung schon einen Bauern. Ein starker Angriff auf seinen Königsflügel brachte weiteres Material, neben Bauern auch doppelten Figurengewinn und das war natürlich zuviel des Guten, leichte Beute ohne Stress für Patrick. 
Simon Lichtinger - Franz Szymaniak   1:0   Übergang in verschiedene Eröffnungen, 34 Züge, 3.15 Std. Lange Zeit nur leichte Stellungsvorteile für Simon. Auch hier ein starker  Königsangriff auf Franz's Gemach, dessen sich abzeichnendes Ende er sich verständlich nicht mehr zeigen lassen wollte. 
Dimitri Alexandrov - Maxim Klein   1:0   Caro-Kann, 31 Züge, 3.49 Std. Nach wechselseitiger Rochade ein munteres Angriffsspielchen beiderseits. So weit so gut, als Maxim im Endspiel jedoch für seinen angegriffenen Springer kein rettendes Feld mit Deckung mehr vorfand, musste er wohl oder über die Waffen strecken. 
Anton Königl - Siegfried Reilein   0:1   Damenbauernspiel, 58 Züge, 4.53 Std. Die Brettseuche geht weiter, wieder ein Gastgeschenk für einen Gegner. Siegfried verlor schon in der Eröffnung einen Bauern. Das Geschehen wogte hin und her, zuerst setzte ich im Endspiel unnötig eine Figur in den Sand, dann schlug Siegfried in die gleiche Kerbe. Beide Seiten stand vor einem Dauerschach, doch mein falscher Königszug brachte als Nachziehender noch das Aus. 
Borys Bilyavskyy - Johann Kollmeder   0,5   Slawisches Damengambit, 25 Züge, 2.18 Std. Nach allgemeiner Abholzerei, bei der Jugend sagt man Freßschach, daher keine Stellungsvorteile auf beiden Seiten, außer je einem Läufer und sechs Bauern blieb beim Nichtangriffspakt nichts übrig, das erforderliche Material für eine siegreiche Ankunft war zu wenig, daher ein friedliches Remis. ak

Niederbayernliga  Nachholspiel Rd1

Ein verschenkter Mannschaftssieg
13.11.2022  Bürgerhaus

Niederbayernliga: FC Ergolding2  - DJK-SV Schaibing 3:5
Am letzten Sonntag 13. November 2022 ging das Nachholduell der 1. Runde gegen Schaibing im Bürgerhaus über die Bühne. Es ging alles so gut los, die Gäste konnten Brett zwei nicht besetzen, somit zu Beginn 1:0 für uns. Die Auseinandersetzungen waren alle ein zähes Ringen, ausgekämpft bis zur letzten Patrone ohne Remisschluss. Das erste Ergebnis wurde erst nach rd. drei Stunden gemeldet. Die folgenden ersten drei Brettgefechte gingen alle zum Teil sehr unglücklich den Bach runter. Aus einem 1:3 wurde schließlich ein 3:4. An der letzten Partie meinerseits lag es nun, ein Gesamtremis noch zu erreichen. Über das verfehlte Ziel später mehr. Den Mannschaftskampf hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen, wie gesagt einige Partien liefen verkehrt, ein klarer Sieg wäre möglich gewesen, doch Schachfortuna zeigte uns die kalte Schulter, eben hätte hätte Fahrradkette. Gegen Passau in Runde 3 am 27. November kann es nur besser werden. Die Partien nach Zieleinlauf:

Konrad Spies - Tobias Denk (Brett 1)   1:0   Barcza-System, 34 Züge. Tobias war im Laufe des Gefechtes mit der Quali gegen zwei Bauern im Vorteil. Doch als sein verirrter Springer verlustig ging, bekam sein Gegenüber Oberwasser, der nun humorlos mit der siebten Reihe in wenigen Zügen mattsetzen konnte.
Rafael Sowka (8) - Bastian Haydn   0:1   Damenbauernspiel, 42 Züge, 3.26 Std. Angriffslustig startete Rafael nach vorne, mit einem Plus von rd. 230 DWZ ist das Pflicht, opferte sogar auf Verdacht die Qualität. Er hat den Kontrahenten wahrscheinlich unbewußt unterschätzt, keine Gewinnmöglichkeiten weit und breit zu sehen. Das sofortige Aus dann, als er in eine Springergabel mit Schachgebot und Damenverlust lief. 
Johannes Wagner - Ainhoa Karlinger De la Quintana (7)   1:0   Französisch, 34 Züge. Ein zähes Ringen an Ainhoa's Brett mit leichten Stellungsvorteilen für sie. Man denkt an nichts Böses, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, plötzlich hingen zwei Figuren und das war dann schon ärgerlich aus die Maus. Ihr Gegner erwies sich nicht als Gentleman!
Gotthard Knödlseder - Dimitri Alexandrov (3)   0:1   Zweispringerspiel, 34 Züge. Als sich nach heftigen beiderseitigen Angriffsversuchen der Rauch verzogen hatte, blieb ein Mehrbauer incl. Stellungsvorteil übrig. Nach späterem Figurengewinn war der Rest der Vorstellung nur noch Formsache, ein souveräner Sieg von Dimitri. 
Johann Kolmeder (6) - Daniel Bogner   0:1   Schottische Partie, 33 Züge, 3.31 Std. Bis ins Mittelspiel war nichts los im Staate Dänemark, doch urplötzlich ermöglichte Johann seinem Brettnachbarn unnötig Qualitätsgewinn, sein armer Turm war ohne Fluchtfeld eingesperrt und angegriffen. So konnte sein Gegner mit zwei Schwerfiguren in seine zweite Reihe eindringen und das war das Ende vom Lied. 
Avdijaj Avdullah - Simon Lichtinger (5)   0:1   Königsindisch, 48 Züge, 5.00 Std. Es entwickelte sich eine geschlossene Stellung mit jeweils wenig Spielraum, der erste Bauer fiel erst im 17.Zug. Das Geschehen wogte hin und her, es schaute ziemlich remisig aus. Im Mittelspiel opferte dann Simon's Gegenüber überraschend die Qualität mit wenig Erfolg, es war ein Rohrkrepierer. Der Ergoldinger Nachwuchs eroberte alsdann gekonnt die 2. Reihe mit siegreichem Ende.
Anton Königl (4) - Erwin Küspert   0:1   Pirc-Verteidigung, 69 Züge, 5.28 Std. Alle gegenseitigen plumpen Annäherungsversuche konnten abgewehrt werden, keine Vorteile in Sicht. Als der Schaibinger in letzter Minute den 40. Zug schaffte, bot er Remis. Zu dem Zeitpunkt stand es 4:2 für die Gäste, Simon spielte noch, ich unterbrach das Match und ließ die Zeit weiterlaufen. Als dann Simon endlich noch gewann zum 4:3, musste ich auf Gewinn spielen, ich hatte noch rd. 12 Min., mein Gegner noch 1 Std. Ich eroberte einen Zentrumsbauern, stand damit klar auf Gewinn. Doch für die restlichen 29 Züge war meine Bedenkzeit zu knapp. Durch nicht optimale Züge meinerseits konnte er rumtricksen und den Brettpunkt incl. Mannschaftssieg doch noch eintüten. ak

Beginn der Niederbayerischen Jugendligen

Klare Siege für unsere Favoriten
03.11.2022 Bürgerhaus

Für den Jugendleiter sehr erfreulich, dass alle 16 eingeteilten Spieler pünktlich anwesend waren.

Jugend-Niederbayernliga: Rd1: FC Ergolding3 - FC Ergolding4 3:1
Von der Dritten gewannen: Felix Handschuh gegen Alexander Lohr, Laura Huber gegen Stefan Mundani und Dominik Lieder gegen Korbinian Forster.
Bei der Vierten siegte Jakob Paringer gegen Maxim Klein.
Jugend-Bezirksliga-West: Rd1: FC Ergolding6 - FC Ergolding5 0,5:3,5
Bei der Fünften gewannen Martin Vladimirov gegen Sophie Grassl, Vissarion Oleksenko gegen Ivan Hryndchuk und Viola Spitzlsperger gegen Moritz von Borck.
Michael Schmidt spielte an Brett1 gegen Andy-Timitei Lupusor Remis. 

25. Offene Internationale Bayerische Schach-Meisterschaften

Hut ab vor den Ergoldingern
05.-13-11.2022  Gut Kaltenbrunn Tegernsee   Turniertabellen   474 TN   LIVE-Partien

Endstand nach 9 Runden:
31. Daniel Lichtmannecker (2083) StRg 148 mit 6,5 Punkten
89. Maximilian Lohr (2197) StRg 74 mit 5,5 Punkten

93. Nicolas Mooser (2053) StRg 167 mit 5,5 Punkten

119. Sebastian Astner (1852) StRg 296 mit 5 Punkten

141. Jonas Hammerl (1849) StRg 301 mit 5 Punkten

Vom 5.11- 13.11 fand die 25. Auflage der „OIBM“ statt, der Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft. Gespielt wurde wie immer am malerischen Tegernsee im prunkvollen Käfer Gut Kaltenbrunn. Insgesamt 474 Teilnehmer hatten sich für dieses Spektakel auf den Weg zum Tegernsee gemacht, um in 9 Runden beschleunigtem Schweizer System den Gewinner unter sich auszumachen. Mit von der Partie waren selbstverständlich auch etliche Ergoldinger und einige, die es noch werden wollen. Gemeinsam buchten wir uns für diese Woche eine Ferienwohnung, in der wir es uns vor und nach den Partien gemütlich machten. Vom FC Ergolding nahmen Jonas Hammerl, Sebastian Astner, Nicolas Mooser, Maximilian Lohr und ich teil. Auch Moritz Stöttner, (noch) vom SK Landau- Dingolfing, spielte mit und genoss die gemeinsame Zeit mit uns in der Ferienwohnung. Das Turnier verlief für uns alle sehr erfolgreich, wie nachfolgend berichtet wird: 

141. Jonas Hammerl (1849) StRg 301 mit 5 Punkten

Jonas startete fulminant in das Turnier: Nach drei Siegen aus den ersten vier Partien, einer davon gegen einen Gegner über 2100, wartete in der fünften Runde mit der amtierenden Schnellschach- Europameisterin der u16w, Luisa Bashylina, eine starke Gegnerin auf Jonas. Er spielte jedoch eine saubere Partie und konnte ihr in einem zähen Ringen ein Remis abknöpfen. Nach der für ihn einzigen Niederlage des Turniers folgten drei hart erkämpfte Remisen gegen nominell stärkere Gegner, sodass Jonas am Ende ein großes Plus in DWZ und ELO verbuchen konnte, was ihn wohl sogar erstmals über die magische Marke von 2000 DWZ befördern wird. Glückwunsch!

 

119. Sebastian Astner (1852) StRg 296 mit 5 Punkten

Auch für Sebastian verlief das Turnier höchst erfolgreich: In den ersten vier Runden gewann er drei Mal und spielte ein Remis, sodass er zwischenzeitlich auf Rang 13(!) der Tabelle stand. Hiernach musste er sich leider zwei bärenstarken FMs geschlagen geben, unter anderem Cedric Oberhofer vom SC Bavaria Regensburg. In den letzten Runden folgten noch ein Sieg und ein Remis gegen starke Gegner. Insgesamt macht Sebastian ein riesiges Plus von +121 seiner ELO, sodass auch er nach der offiziellen Auswertung in den Club der Spieler über 2000 DWZ beitreten wird!

 

93. Nicolas Mooser (2053) StRg 167 mit 5,5 Punkten

Nick hatte im Vergleich zu uns anderen die Woche über nicht frei, sondern fuhr jeden Tag nach der Schule an den Tegernsee. Diese Doppelbelastung merkte man ihm jedoch nicht an, seine Leistung auf dem Brett war gewohnt souverän. Die Krönung seines Turniers war der Sieg gegen WGM Jana Schneider in der sechsten Runde, und das am Tag vor seinem 18. Geburtstag! Dieser Sieg sowie sein Geburtstag wurden selbstverständlich am folgenden Abend ausgiebig mit der gesamten Mannschaft sowie weiteren Gästen gefeiert. Nach einem weiteren Remis gegen einen FM und einem Sieg in der letzten Runde steht auch Nick mit einem tollen Gesamtergebnis und einem ansehnlichen Plus seines Ratings da. 

 

89. Maximilian Lohr (2197) StRg 74 mit 5,5 Punkten

Nach dem eher enttäuschenden Turnier in Leer war für Maxi Wiedergutmachung angesagt: Und direkt in der zweiten Runde folgte ein absoluter Knaller: Maxi durfte sich mit dem deutschen Olympiaspieler und ehemaligem Europameister Liviu-Dieter Nisipeanu, auch bekannt als „Beton-Dieter“, messen. Dieser erwies sich leider als eine Nummer zu groß und er bezwang den Ergoldinger ziemlich humorlos. Im weiteren Turnierverlauf spielte Maxi sehr ordentlich, leider ließ er seine Gegner dreimal in besseren Stellungen ins Remis entwischen und verschenkte somit wichtige Punkte. Dies verhinderte am Ende ein noch besseres Abschneiden von Maxi, insgesamt aber trotzdem eine recht ordentliche Leistung. 

 

69. Moritz Stöttner (2086) StRg 200 mit 5,5 Punkten

Auch wenn Moritz (noch) nicht für den FC Ergolding spielt, ist seine herausragende Leistung einen kurzen Bericht wert: Als einziger von uns spielte er fast durchgehend an den Spitzenbrettern mit Live- Übertragung und rang dort seinen nominell überlegenen Gegenübern einen Punkt nach dem nächsten ab. Nach drei Remisen gegen starke FMs hätte ein Sieg oder Remis in der letzten Runde auch für einen Ratingpreis gereicht, hier musste er leider in Zeitnot die weiße Flagge hissen. Trotzdem spielte er mit einer Eloperformance von 2281 ein klasse Turnier und kratzt an der DWZ- Marke von 2100. 

 

 31. Daniel Lichtmannecker (2083) StRg 148 mit 6,5 Punkten

Mir war die Schachfortuna in diesem Turnier besonders wohlgesonnen: In der ersten Runde konnte ich FM Felix Meissner, der ehemalige Trainer des deutschen Jugendtalents Luis Engel, ein Remis abluchsen. Hiernach folgten einige sichere Siege gegen schwächere Gegner sowie zwei krachende Niederlagen gegen übermächtige Gegner. Extrem wichtig war der Weißsieg in der vorletzten Runde gegen einen FM. Nun hatte ich die Chance, in der letzten Runde mein Turnier gegen einen weiteren sehr starken Gegner zu krönen. Doch als ich (wie gewöhnlich 15 Minuten zu spät) an meinem Brett erschien, informierte mich der Schiedsrichter über meinen kampflosen Sieg. Mein Gegner hatte sich scheinbar einen DWZ- stärkeren Gegner erhofft, um sich vielleicht noch eine IM- Norm zu erspielen. Ich war ihm wohl schlichtweg zu schlecht. Ich nahm den geschenkten Punkt dankbar an und konnte mich somit am Ende über den Sieg in der Ratingklasse unter 2200 ELO freuen, der mir 250€ einbrachte. Außerdem landete ich in der Endtabelle als bester Spieler ohne Titel vor einigen Schachgrößen wie Josefine Heinemann oder dem deutschen Meister Leonardo Costa. 

 

Besonders erfreulich war die Siegerehrung, bei der die gesamte Ergoldinger Truppe auf die Bühne gebeten wurde und ein Gruppenbild erhielt. Grund dafür dürften mitunter unsere bunten Hüte gewesen sein, die uns während des gesamten Turniers hohe Aufmerksamkeit einbrachten. Schön war auch das Wiedersehen mit Waldemar Golder, einem ehemaligem Ergoldinger Urgestein, mit dem wir einige sehr lustige Abende verbrachten. 

Während der gesamten Veranstaltung genossen wir alle die unglaublich schöne und ruhige Atmosphäre, die das Turnierareal und der Tegernsee ausstrahlten. Selten erlaubt es ein Schachturnier, derart abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Für jeden Turnierspieler eine absolute Empfehlung für die nächsten Jahre! dl

Vereinsmeisterschaft Rd2

Dimitri Alexandrov mit zwei Siegen vorn
04.11.2022 Bürgerhaus   Turniertabellen

nachfolgend wie immer mein Bericht diesmal von der zweiten Runde vom vergangenen Freitag, leider nur über vier spannende ausgekämpfte Partien ohne ein Remis. Eine ärgerliche zweite Runde nicht nur für mich als Ergebnis Geschädigten, sondern vor allem aus anderen Gründen. Martin musste sein Duell gegen Paul wegen Krankheit verschieben, dann der absolute Gipfel. Vladimir's Gegner Erich wartete vergebens auf dessen Erscheinen. Nach telefonischer Rücksprache erklärte dieser, er möchte die VM trotz Zusage auch bei unserer Versammlung nun doch nicht mitspielen und das als Titelverteidiger. Er habe Freitag /Samstag so seine Probleme, für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Das Ende vom Lied, es gibt keine kampflosen Punkte und ich muss ihn aus allen Listen streichen, jetzt haben stets zwei Spieler in jeder Runde spielfrei, eine Neuauslosung geht auch nicht. Zu den Paarungen am Freitag 04. November kurz im Detail:
Siegfried Reilein - Dimitri Alexandrov   0:1   Damenbauernspiel, 22 Züge, 2.58 Std. Schon nach der Eröffnung war Siegfried heftigen Angriffen auf sein Rochade Heiligtum ausgesetzt, mussste im Mittelspiel eine Figur für zwei Bauern opfern, um schlimmeres zu verhindern. Nutzte alles nichts, Dimitri eroberte die feindiche Königsstellung gewinnbringend, sehenswert und gekonnt im Sturm. Dimitri's Königsstellung nach großer Rochade war nie gefährdet. 
Maxim Klein - Simon Lichtinger   1:0   Damenbauernspiel, 38 Züge, 3.59 Std. Simon's Eröffnungswahl war nicht optimal, verlor da schon als Geschenk zwei Bauern in arg passiver Stellung. Diese wurden zwar zurückerobert, kosteten jedoch im Endspiel bereits spielentscheidend eine Figur incl. knapp verfehlter Zeitkontrolle.
Franz Szymaniak - Patrick Sowka   0:1   ebenfalls Damenbauernspiel, 32 Züge, 3.33 Std. Franz hielt sich lange Zeit recht wacker gegen einen um rd. 500 DWZ stärkeren Gegner. Erst taktische Manöver mit Seitenverlagerung von Patrick brachten doppelten Bauerngewinn mit humorlosem nicht vermeidbarem Matt.
Johann Kollmeder - Anton Königl   1:0   Sizilianisch /Paulsen, 52 Züge, 3.55 Std. Leichte Stellungsvorteile für Johann während der ganzen Partie ohne Gegenspiel meinerseits mit Bauerngewinn im Mittelspiel. In Verkennung der Lage tauschte ich leichtfertig einen seiner Türme mit fatalen Folgen. Sein dadurch nicht zu stoppender Freibauer kostete meinen Läufer und das war das logische Ende der Vorstellung, so unnötig wie ein Kropf.
Martin Meier - Paul Helmbrecht   -   wurde auf später verlegt. ak

5. Schach-Open A-Turnier Leer

52. Maximilian Lohr und 54. Daniel Lichtmannecker mit jeweils 3,5 Punkten
28.-31-10.2022  Leer   Turniertabellen   115 TN

Vom 28.10 - 31.10 fand das jährliche Schach Open in Leer in der fünften Auflage statt. Mit von der Partie waren Maxi und ich, wir wollten unsere Erfolgsserie der letzten Turniere gerne fortsetzen. Gespielt wurde in sehr angenehmer Atmosphäre im Hotel Ostfriesen- Hof in Leer. Das Open war in A- und B- Gruppe unterteilt und es wurden sieben Runden gespielt. 

Maxi startete von Startrang 31, konnte aufgrund universitärer Verpflichtungen aber erst einen Tag später anreisen und nahm dementsprechend in der ersten Runde einen "bye", bekam also einen halben Punkt, obwohl er nicht antrat. Die zweite Runde konnte er souverän gewinnen und es folgte ein sicheres Remis mit den schwarzen Steinen. Nach einem weiteren Sieg sah es erneut nach einem großartigen Turnier für Maxi  aus, doch ab dann wandte sich das Blatt leider zu seinen Ungunsten. Trotz seines orangenen Fischerhutes, den er gewohnt zu jeder Partie trug und welcher die Gegner irritieren sollte, gingen die nächsten beiden Runden verloren und in der Abschlussrunde kam Maxi leider nicht über ein Remis hinaus. Somit landete er am Ende mit 3,5/7 Punkten auf Platz 52 und musste ein schmerzhaftes Minus in seiner DWZ und ELO quittieren.

Auch bei mir lief es eher durchwachsen. 

Nach einem Auftaktsieg wurde ich gegen einen sehr starken Jugendlichen gepaart, der einen Fehler meinerseits gnadenlos ausnutzte und mich damit bezwang. Nach einer weiteren extrem schlechten Partie und damit erneuten Nullnummer konnte ich die Segel aber herum reißen: Nach zwei sicheren Siegen musste ich gegen einen an Startplatz fünf gesetzten IM spielen. Dieser ließ mir keine Chance, sodass die letzte Runde mehr oder weniger entscheidend für ein gelungenes oder eher enttäuschendes Turnier sein würde. Also kämpfte ich um mein Leben, war nach über 5 Stunden noch die letzte Partie des gesamten Turniers, kam aber letztendlich leider trotzdem nicht über ein Remis hinaus. 

Somit verschlechterte ich meinen Startrang um drei Plätze und landete mit ebenfalls 3,5/7 Punkten auf Platz 57, mit einem minimalen Verlust in meiner DWZ.

Nichtsdestotrotz hat das Turnier sehr viel Spaß gehabt, vor allem die Abende, welche gemeinsam mit Jugendspielern aus anderen Vereinen verbracht wurden. Somit war das Turnier zumindest neben dem Brett ein voller Erfolg. 

Als nächstes folgt nun die OIBM am Tegernsee, an der Maxi, Nick, Sebastian, Jonas und ich teilnehmen. dl

Regionalliga Süd-Ost  Rd2

Gelungene Revanche unserer Ersten
23.10.2022  Bürgerhaus

Regionalliga Süd-Ost: FC Ergolding - SK Landau-Dingolfing 5,5:2,5

In der zweiten Runde empfing unsere Erste den SK Landau-Dingolfing zum fälligen Punktematch. Mit einem deutlichen 5,5:2,5-Sieg wurden die Gästspieler wieder nach Hause geschickt, die Ergoldinger konnten sich für die knappe Niederlage der letzten Saison souverän revanchieren. Maßgebend am Erfolg war die heimische junge Garde, sie holten sagenhafte 4,5 Brettpunkte aus 5 Partien. Das Team liegt gegenwärtig mit 4:0-Mannschaftspunkten mit an der Tabellenspitze. Die Ergebnisse nach Zieleinlauf kurz im Detail:

Sebastian Astner (Brett 4) konnte den ersten vollen Punkt für die heimische Habenseite verbuchen. In einer sehenswerten Angriffspartie ließ er seinem enttäuschten Gegenüber nicht den Hauch einer Chance. Nicolas Mooser`s (2) Brettnachbar verspekulierte sich an seinem Damenflügel. Urplötzlich stand ein gegnerischer Läufer verlustig in der Gegend rum, zum weiterspielen hatte er alsdann keine Lust mehr, der Punkt war eingesackt. Ergolding's Nachwuchshoffnung Paul Helmbrecht (8) erobert im Laufe des Gefechtes umsichtig zwei gesunde Bäuerlein und das reichte locker zum Sieg. Der Ergoldinger Punktereigen zum 4:0 Zwischenstand ging weiter. Patrick Sowka (7) luchste bei einem offenen Schlagabtausch seinem Kontrahenten einen wichtigen Bauern ab, der sich am Ende als gewinnbringender Freibauer entpuppte. Am Spitzenbrett musste sich Christian Reilein beim Lettischen Gambit einem jungen Spitzenspieler beugen, der ein raffiniertes Mattnetz installieren konnte, erster leicht verschmerzbarer Punkt für die Gäste. Bei Vladimir Simin (6) und seinem Widersacher saßen sich zwei alte Routinier's beim Thema Holländer gegenüber. Im Endspiel dann ein Materialgleichstand, doch die Ergoldinger Seite stand einen Tick gewinnbringend besser, der Mannschaftssieg war amtlich. Mit Königsindisch konnte Erich Kreilinger (5) wieder einmal seine Lieblingsvariante vorstellen. Ein wildes Gefecht über diverse Stunden, bei dem zuletzt drei Bauern abhanden kamen und das war der Schlüssel zum Mißerfolg, seine saisonübergreifende Erfolgsserie war gerissen. Das einzige Tagesremis musste bei Jonas Hammerl (3) als letztes Resultat notiert werden. Bei ihm waren einige kleine Bauern nach Fremdeinwirkung vom Brett verschwunden, doch diverse Dauerschach's seiner Dame als bestem Stück waren seine Rettung. ak

Niederbayernliga  Rd2

Zweite schafft mit 7 Mann  ein 4:4-Unentschieden in Regen
23.10.2022  Regen

NiederbayernligaFC Ergolding2  - SC Bayerwald Regen/Zwiesel 4:4
nachfolgend mein "kurzer" Bericht über den Ausflug unserer Zweiten in der 2.Runde der NL auswärts beim SC Bayerwald Regen-Zwiesel nach Regen mit leider nur sieben Spielern, konnten trotzdem überraschend ein 4:4 Gesamtergebnis erreichen. Mit etwas mehr Fortuna wäre sogar wie im Vorjahr ein Sieg möglich gewesen.
Dimitri Alexandrov - Michael Müller   - / +
Brett 1 konnten die Ergoldinger leider nicht besetzen. Dimitri hatte nach seinen Angaben verschlafen und den Wecker nicht gestellt. Unser interner Vorschlag, das nächste mal sind 20,-- Euro für die Eiskasse fällig.
Siegfried Reilein (5) - Matthias Kronschnabl   1/2 Damenbauernspiel, 18 Züge. Schon nach der Eröffnung hatte sich das Feld stark gelichtet, Vorteile konnten beiderseits nicht erspäht werden, die Friedenspfeife konnte geraucht werden, der Remisvorschlag von Siegfried wurde angenommen.
Borys Bilyavskyy (3) - Vaclav Simacek   1:0   Schottische Partie, 32 Züge. Borys opferte im 21. Zug auf Verdacht einen Springer zwecks Angriff und Attacke mit dem Ergebnis, nachfolgend drei Mehrbauern mit zwangsläufigem matt. Von ihm fein herausgespielt, für seinen Gegner schon deprimierend.
Peter Spranger - Rafael Sowka (8)   0:1   Unregelmäßige Eröffnung, 53 Züge, 3.09 Std. Eine merkwürdige Partie, ein gewolltes Figurenopfer von Rafael gab sein Gegenüber aus gutem Grunde sofort zurück. Seine Angriffsversuche liefen ins Leere, kosteten zwei Minusbauern, ich sah den Punkt schon wegschwimmen. Dann folgt jedoch ein starkes Finish von Rafael, sein Gegner musste die Quali opfern, um anschließend fast unglaublich mit zwei Türmen auf den Reihen zwei und drei matt gesetzt zu werden.
Maxim Klein (7) - Peter Spranger   1:0   Pirc Verteidigung, 34 Züge. Als Angriffsspieler versuchte Maxim nach großer Rochade sein Glück am gegnerischen Königsflügel und das zuletzt mit siegreichem Erfolg. Im Endspiel hatte sein Brettnachbar zwar eine Mehrfigur, doch ein nicht zu stoppender Freibauer brachte den erhofften vollen Punktgewinn für das Team, eine reife respektable Leistung von ihm.
Bernd Benicke ((6) - Felix Handschuh   1:0   Französisch, 30 Züge. Die schwachen Angriffsversuche von Felix kamen im Mittelspiel nicht recht voran, der Gegner ließ nichts zu. Ein vermeintlicher Figurengewinn erwies sich als Rohrkrepierer, kostete im selbst unnötigerweise eine ganze Figur. Als zuletzt eine weitere Figur das zeitliche segnete, war die Messe für den Bayerwaldler gelesen.
Herbert Palmi - Anton Königl (2)   1/2   Skandinavisch, 66 Züge, 5.03 Std. Ich musste mich mit diesem Bayerwald Schwergewicht lange Zeit mit einem Minusbauern rumärgern, er hat immerhin rd. 250 DWZ mehr im Gepäck. Alle Gewinnversuche wurden meinerseits erfolgreich abgewehrt, eroberte den Bauern zurück. Nach seinem nicht korrekten Figurenopfer hatte ich im Endspiel plötzlich Oberwasser, lehnte sein Remisangebot berechtigt ab, denn mein a-Randbauer war zur Umwandlung bereit gewesen, hätte eigentlich das Handtuch werfen müssen. Ich hab alles beaugapfelt und durchgerechnt, den Freibauern jedoch vergessen. Ich hatte zuletzt einen weißen Läufer und den Bauern, er flüchtete mit seinem blanken König ins schwarze Feld a1 und  da war es nur Remis, hätte mich irgendwo hinbeißen können. Ich wunderte mich schon, daß er vorher nicht aufgab, wahrscheinlich spekulierte er auf eine Schachblindheit, mein Alter oder die 5 Std. Spielzeit. Die Frage ist was überwiegt, das Remis zum Mannschaftsergebnis oder der Ärger um den verpaßten Mannschaftssieg ? So eine ausführliche Analyse musste sein.
Christoph Heiduk - Simon Lichtinger (4)   1:0   Königsindisch, 48 Züge. Ich kenne diesen Betonmischer noch aus der letzten Saison, als ich ihn nur mit großer Mühe killen konnte. So wurde es wie erwartet bei unterschiedlichen Rochaden eine geschlossene Partie, für Simon schwierig, ein geeignetes Gegenspiel zu erlangen, nachdem erst im 39. Zug der erste Bauer geschlagen wurde. Als im Endspiel nach der allgemeinen Abtauscherei endlich viel Platz herrschte, fehlte ihm ein ganzer Offizier und das war leider zuviel des Guten. ak

Vereinsmeisterschaft Rd1

Die Schachsportler fechten wieder um den Meistertitel
21.10.2022 Bürgerhaus   Turniertabellen

Vergangenen startete unsere ihre alljährlichen Vereinsmeisterschaften, ein besonderes Event für alle Spieler und auch die Kiebitze, deren Ende erst Anfang Mai 2023 geplant ist. Mit diesmal 13 Teilnehmern, drei mehr als zuletzt, wird in einer Gruppe jeder gegen jeden gespielt. Mit spannenden und des öfteren emotionsgeladenen in insgesamt 78 Duellen im Kampf Mann gegen Mann und der unerbittlich tickenden Zeituhr kann gerechnet werden. Auch Meister Vladimir Simin ist am Start, eine Titelverteidigung möchten seine brotneidigen Kontrahenten natürlich mit aller Macht verhindern. Erfreulich die Teilnahme von drei spieltstarken Nachwuchskräften, sie sind das Salz in der Suppe, können immer gegen einen etablierten Haudegen für eine unangenehme und peinliche Überraschung sorgen. Ein 14-Jähriger fordert einen 91-Jährigen zum Kräftemessen heraus, wohl einmalig bei einer Sportveranstaltung.  

Erich Kreilinger - Martin Meier   1:0   Spanisch, 30 Züge, 52 Min. Martin war bei diesem ungleichen Duell total überfordert, das war bei rd. 750 DWZ-Minus zu erwarten. Das Schicksal nahm seinen Lauf, als er bereits im 10. Zug fehlgriff und mittels Schachgebot seine Dame und damit die Partie verlor. 
Paul Helmbrecht - Franz Szymaniak   1:0   Sizilianisch, 30 Züge, 2.36 Std. Eine angriffslustige Partie von Paul mit seinem über 500 DWZ-Plus, dem im 13. Zug ohne triftigen Grund Qualitätsgewinn serviert und dankend angenommen wurde. Er konnte anschließend nach herzenslust und siegreich attakieren.
Patrixk .Sowka - Maxim Klein   1/2   Damenbauernspiel, 56 Züge, 3.50 Std. Ebenfalls ein attackenreiches Duell beiderseits. Maxim opferte im Mittelspiel die Qualität zwecks Stellungsvorteile, Patrick musste seine Dame opfern, um matt zu verhindern. Mixims Dame konnte im Endspiel ohne Unterstützung seines unplatzierten Springers gegen zwei Türme mit Springer nur Dauerschach d.h. Remis erreichen. 
Aanton Königl - Borys Bilyavskyy   1:0   Skandinavisch, 89 Züge, 4.52 Std. Eine emotionsgelandene Partie, die mit zuspätkommen von Borys begann. Über Bauern- und späterem Figurengewinn ging es ins Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm, wobei er eine Remismöglichkeit übersah. Nach meinen nicht leichten Gewinnversuchen stand er kurz vor dem matt, wollte unbedingt eine Punkteteilung, doch auch seine Zeit war abgelaufen. 
Zwei Nachholspiele am 28.10.22
Simon Lichtinger - Siegfried Reilein   1:0   Barcza-System (Königsfianchetto), 14 Züge, 1.01 Std. Ein überraschendes schnelles Ende für Siegfried gegen Nachwuchs Simon. Sein harmloser Damenzug nach e7 (statt c7) ermöglichte umgehend eine tödliche Bauerngabel mit Figurengewinn. Auf ein weiterspielen mit Minusfigur verzichtete wohlweislich Siegfried.
Dimitri Alexandrov - Johann Kollmeder   1:0   Spanisch, 33 Züge, 2.44 Std. Dimitri kam nach der Eröffnung zu großen Stellungsvorteil. Ein Scheinqualiopfer  mit umgehender Rückgabe ermöglichte ihm auf der Diagonalen mit Dame und Läufer starken Angriff. Der arme schwarze König war zum Schluss auf der Flucht, doch er konnte seinem Unheil bis zum bittenen Ende bzw. matt nicht mehr entrinnen. ak

TaSi der Deutschen Schachjugend

Laura wieder dabei
12.-16.10.2022 Arendsee
Neben einen Eingangstest gab es am ersten Tag 8 Unterrichtsstunden und Ausgleichssport (Fußball, Ball über die Schnur).

26 Kinder spielen mit beim 5-Runden-Turnier über je 15 Minuten und 10 Sekunden pro Zug. Laura Huber (1436 DWZ) errang in diesem nach beschleunigtem schweizer System ausgeführtem Turnier zwei Siege.  

Die Kinder wurden anhand der DWZ, des Alters und des Ergebnisses aus dem Eingangstest in vier Gruppen eingeteilt. In Lauras Gruppe war Bernd Laubsch der Trainer. Auf dem Trainingsprogramm standen Taktikaufgaben, Bauernkette und die Analyse von Großmeisterpartien.  

Jeden Tag gab es vom Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler Vorträge für die Kinder und mitgereisten Eltern. Am Sonntag folgte nach dem Abschlusstest die Siegerehrung.

U20 Bayernliga Stichkampf

FC Ergolding gewinnt gegen SK Plauen den Stichkampf um den Einzug zur Deutschen Meisterschaft

15.10.2022  Bürgergaus

Wie bereits im Vorjahr mussten wir erneut gegen den SK Plauen in einem Stichkampf entscheiden, wer das Ticket zur deutschen Vereinsmeisterschaft lösen würde. Dieses Jahr einigten wir uns jedoch mit der gegnerischen Mannschaft darauf, die Spiele in Ergolding auszutragen und sich nicht in der geographischen Mitte zu treffen. Dies war eine gute Entscheidung in Anbetracht dessen, wie der Wettkampf letztes Jahr in Bayreuth verlaufen war: Nach einer zweistündigen Verspätung der deutschen Bahn begann der Mannschaftskampf damit, dass wir aus dem Gasthaus geworfen wurden, in dem wir eigentlich spielen wollten und endete damit, dass mitten in der Zeitnotphase ein wutentbrannter Hausmeister in unseren neuen Spielort hineinstürmte, die Lichter ausmachte, und jeder Mannschaft 50€ in bar abnahm, nur damit wir zu Ende spielen durften. Kein besonders schönes Erlebnis, aber immerhin gewannen wir diesen Stichkampf mit 4:2. An diesen Erfolg wollten wir anknüpfen und ihn wiederholen.Gegen 12.30 Uhr traf Plauen ohne Verzögerung der Bahn am Landshuter Bahnhof ein, von wo sie Maxi Lohr und ich abholten. Eine halbe Stunde später konnte nach der Auslosung der Farben mit den Partien begonnen werden.

U20-Bayernliga: FC Ergolding - SK Plauen  4,5:1,5

Brett 1: Maximilian Lohr (2207) - Simon Burian (2191) 0:1

Brett 2: Nicolas Mooser (2053) - Timur Melestean (1924) 1:0

Brett 3: Daniel Lichtmannecker (2072) - Illja Pivtorak (1809) 1:0

Brett 4: Maximilian Ponomarev (1926) - Florian Elstner (1899) 0,5:0,5

Brett 5: Sebastian Astner (1935) - Richard Melitzki (1798) 1:0

Brett 6: Patrick Sowka (1774) - Liam Ertl (1495) 1:0

Als erstes ins Ziel kam Maxi am Spitzenbrett, der einen sehr starken Gegner vorgesetzt bekam. In der Eröffnung wollte Maxi der Vorbereitung seines Gegenübers ausweichen, was jedoch dazu führte, dass er sehr früh auf für ihn unbekannten Gewässern segelte. Als die gegnerischen Figuren wie Wellen immer stärker gegen sein Schiff schlugen, kenterte er, als Matt nicht mehr abzuwenden war. 

Besser lief es bei Sebastian. In einer ziemlich ausgeglichen Stellung wollte sein Gegner zu viel, was der Ergoldinger nutzte, um einen Mehrbauern einzusacken. Weitere Figuren folgten, sodass sein Gegner gezwungen war, zähneknirschend die weiße Fahne zu hissen. 

Nick konnte nun die Ergolding Führung notieren: In einer souveränen Vorstellung war er die ganze Partie über am Drücker und knetete seinen Gegner so lange, bis dieser wie ein Kartenhaus zusammenbrach und mit einem folgenschweren Fehler eine ganze Figur verlor. Nick ließ nichts mehr anbrennen und sein Widersacher musste die Niederlage quittieren. 

Nun waren wir in Fahrt gekommen und es folgte direkt der nächste volle Punktgewinn: Patrick hätte zwar eigentlich bereits in der Eröffnung eine Figur gewinnen können, ein plötzlicher Anflug von Blindheit für diese Taktik sorgte jedoch für eine spannende Partie. Bei wechselseitigen Rochaden sowie beidseitigem Königsangriff war Patrick deutlich schneller. Nach völligem Kollaps der gegnerischen Stellung musste dieser deprimiert die Segel streichen und uns zum nächsten Sieg gratulieren. 

Lediglich ein halber Punkt trennte uns jetzt noch von der vorzeitigen Entscheidung. Diesen machte Maxi Ponomarev an Brett 4 direkt klar. In einer guten Partie neutralisierten sich die Annährungsversuche von beiden Seiten. Als es keinen Ausweg mehr aus einem Dauerschach gab, wurde die Friedenspfeife geraucht und die Punkte friedlich geteilt. 

Die Ziellinie als letztes durchquerte wieder einmal Daniel, der seinen Gegner bereits in der Eröffnung aus den Angeln hob. Die Gewinnverwertung war jedoch nicht ganz optimal und so war ein kleiner Griff in die Trickkiste notwendig, um auch hier den vollen Punkt einzufahren. 

Am Ende steht also ein relativ klarer Sieg gegen die sympathischen Gegner aus Plauen, denen wir alles Gute wünschen, um doch noch einen Platz für die DVM zu erhalten! Besonders erfreulich waren die Besuche von Jonas Hammerl, Paul Helmbrecht und Simon Lichtinger, die zum Kiebitzen des Wettkampfes ins Bürgerhaus kamen und uns mental bei den Partien unterstützten. Es ist wirklich toll, dass wir einen Verein haben, bei dem sogar die Spieler, die nicht am Brett sitzen, zu den Wettkämpfen kommen und mit den Mannschaftskollegen mitfiebern. Nach diesem Erfolg wurde der Mannschaftssieg und die damit verbundene Qualifikation zur deutschen Meisterschaft mit einem gemeinsamen Abendessen in einem griechischen Restaurant gebührend gefeiert. 

Die deutsche Vereinsmeisterschaft der U20 findet vom 26.12- 30.12.2022 in Münster statt und wir werden erneut versuchen, als beste bayerische Mannschaft so weit oben wie möglich abzuschneiden. dl

Regionalliga Süd-Ost  Rd1

Erfolgreicher Einstand für unser Schachteam
09.10.2022  Freising

Regionalliga Süd-Ost: SC Freising - FC Ergolding - 3:5

Der Start unserer Ersten in die neue Schachsaison 2022/23 in der Regionalliga Süd-Ost ist geglückt. Trotz ersatzgeschwächter Aufstellung konnten die Ergoldinger Gäste mit einem 5:3-Sieg zwei wertvolle Mannschaftspunkte aus Freising entführen. Die Revanche für die letztjährige Saisonniederlage gelang den Gastgebern nach jeweils zähem Ringen an den acht Brettern nicht. Die Ergebnisse nach Zieleinlauf im Detail:

Das erste positive Ergebnis wurde diesmal ausnahmsweise bei Erich Kreilinger (Brett 6) mit seinem gewählten Sizilianer notiert. Nach frühzeitigem Bauerngewinn und späterem unnützen Turmeinsteller seines Gegenüber musste dieser zähneknischend die weiße Fahne hissen. Bei Sebastian Astner (4) herrschten nach wechselseitigen Rochaden zuletzt Material- und Stellungsgleichstand, er konnte die einbetonierte Königsstellung nicht erstürmen, somit eine friedliche Punkteteilung. Eine sehenswerte Partie lieferte der 17-jährige Maximilian Ponomarev (5) ab. Ein wohlüberlegtes Figurenopfer in die feindliche Königsstellung hob seinen Kontrahenten humorlos aus den Angeln, dieser musste deprimiert in hoffnungsloser Lage die Niederlage quittieren. Vladimir Simin (7) als Anziehender wählte als Variante ein Doppelfianchetto. Nachdem keiner schwer erkennbare Vorteile erlangen konnte und er in leichte Zeitnot geriet, einigte man sich trotzdem auf Remis, Ergolding ging mit 3:1 in Führung. Christian Reilein am Spitzenbrett quälte sich mit einem Minusbauern durch den Figurendschungel, seine Stellung war jedoch nach Rückeroberung einen Tick stärker. Im Endspiel gelang ihm urplötzlich ein tückischer Bauernzug und der brachte Figuren- und Partiegewinn. Jonas Hammerl (3) musste Caro-Kann seines Widersachers bekämpfen, erzielte zunächst Bauerngewinne jedoch mit nachteiliger Unterentwicklung seines Damenflügels, mit dem Ergebnis ein genußvoller Figuren- incl. voller Partiegewinn für den Freisinger. Nachwuchshoffnung Paul Helmbrecht (8) wurde ein DWZ-schwächerer Gegner vor die Nase gesetzt. Der wehrte sich lange und tapfer, aber zwei Freibauern ergaben schließlich am Ende nach Umwandlung Dame gegen Turm und das reichte locker zum Gewinn incl. Mannschaftssieg. Als Letzter musste sich Daniel Lichtmannecker (2) stundenlang mit allen eventuell verlustbringenden Figuren beim Thema Damenbauernspiel rumärgern. Im Laufe des Gefechtes kamen ihm leider drei Bäuerlein abhanden und somit zum Schluss aus die Maus, es war nur mehr Ergebniskosmetik für Freising. 

Die 1.Runde für de Zweite in der Niederbayernliga mußte verschoben werden, Gegner Schaibing konnte Coronbedingt keine Mannschaft aufbringen.

Mitgliederversammlung 2022

Thorsten Bernhard und die gesamte Abteilungsleitung einstimmig wiedergewählt
Erneut eine sehr erfolgreiche Saison
28.09.2022  Ergoldinger Stuben

Nach dreijähriger coronabedingten Pause begrüßte Abteilungsleiter Thorsten Bernhard pünktlich gegen 18:35 in den Ergoldinger Stuben die 24 Teilnehmer (darunter 12 Jugendliche und deren Eltern) zur Mitgliederversammlung der Schachabteilung. Leider war von der eingeladenen Vorstandschef des FC Ergolding niemand zur Stelle. Thorsten Bernhard hob unter den hervorragenden Ergebnisse unserer Schachabteilung insbesondere den ausgezeichneten 3. Platz unserer U16-Mannschaft 2021 bei den Deutschen DVM-Meisterschaften mit Nicolas Mooser, Maximilian Lohr, Sebastian Astner und Patrick Sowka hob er hervor.

Wie immer startete Jugendleiter Helmut Gmeinwieser mit seinem Tätigkeitsbericht für die Jugendabteilung. Unsere Homepage ist stets sehr aktuell, die  Mitgliederzahl der Abteilung ist auf 85 von 81 leicht gestiegen, und wir sind nach wie vor die stärkste Jugendabteilung Niederbayerns. Der Anteil der Jugendlichen beträgt derzeit 57%, der weibliche Anteil ist mit 12% etwas größer als üblich (6%). Drei Trainingsgruppen treffen sich von Montag bis Mittwoch jeweils von 16:30 bis 18°° im Bürgerhaus. Der Jugendleiter benötigte ca. eine halbe Stunde um die vielen Ereignisse der vergangenen Saison Revue passieren zu lassen. Die FCE-Schachjugend startete bei 25 Meisterschaften und insgesamt bei 70 Events, die alle noch auf unserer Homepage eingesehen werden können, hier nur die wichtigsten: Erfolgreiche Platzierungen bei den Bayerischen aupidturnieren, für die Bayerischen Meisterschaften in Bad Kissingen und Burg Wernfels qualifizierten sich 11 Ergoldinger, von denen dann 7 teilnahmen, Laura Huber holte mit ihrem 5. Platz bei den U12w die beste Platzierung, das 18. Jugend-Schnellschach-Open (heuer erstmals ein Rapidturnier) im Bürgersaal, das heuer mit 145 Teilnehmern aus 45 Vereinen wieder gut besetzt war, bester Ergoldinger war auf dem 3. Platz der U25, Maximilian Lohr, ebenfalls Dritter bei der U14, wurde Maximilian Klein, und Fünfter Simon Lichtinger bei der U16. Erwähnenswert waren auch der 10. Platz unserer DVM U20 in Kiel und der 14. Platz unserer DVM U14 in Villingen.Simon Lichtinger wurde heuer Jugend-Vereinsmeister und Laura Huber startete erfolgreich beim U12-Länderkampf der Bayerischen Schachjugend in Bayreuth. Heuer starteten insgesamt sechs Ergoldinger U20-Jugendmannschaften, und zwar bei der Bayernliga, der Landesliga-Süd, zwei in der Jugend-Niederbayernliga und zwei in der Jugend-Bezirksliga-West, und das wird auch in dieser Saison so bleiben. Nicht unerheblich auch unsere Teilnahmen am "Autofreien Sonntag" und den Ferienprogrammen in Ergolding und Niederaichbach. Er dankte vor allem den Helfern beim Ergoldinger Jugend-Open und den Fahrern und Betreuern für die Ergoldinger Auswärtsmannschaften.
Daniel Lichtmannecker, der Betreuer unserer U-20-Mannschaften, durchstreifte die Bayernliga und die Deutschen VMS U20 in Kiel, sowie die erfolgreichen Teilnahmen an einigen Internationalen Turnieren in den Niederlanden und in Österreich. Anschließend führte der Jugendleiter zusammen mit dem Abteilungsleiter die Siegerehrung der Jugend-Vereinsmeisterschaften durch, wobei die ersten Drei jeder Altersgruppe mit Pokalen, die restlichen der U12 mit Urkunden ausgezeichnet wurden. Dabei bekam natürlich der Vereinsjugendmeister aller Klassen, Simon Lichtinger, den größten Pokal.

Anton Königl führte danach die Siegerehrung für die Vereinsmeisterschaften der Erwachsenen durch. Die Pokale gingen an den neuen Vereinsmeister Vladimir Simin, an Vizemeister Anton Königl und an den  Dritten Johann Kollmeder; beim Blitz an Erich Kreilinger, Patrick Sowka und Maxim Klein und beim Schnellschach an Jonas Hammerl, an Erich Kreilinger und an Vladimir Simin In seinem Bericht erwähnte Königl die besten Ergebnisse der Erwachsenen, wobei vor allem die Erfolge unserer Ersten in der Regionalliga Süd/Ost und der Zweiten in der Niederbayernliga  hervorgehoben wurde.

Gerätewart Martin Meier hat wieder die Inventur gemacht, und meinte, dass dass die Schachutensilien weitgehend in Ordnung sind und die hauseigene Schachbücherei inzwischen auf über 270 Stück angewachsen ist. Schatzmeister Thorsten Bernhard berichtete über die gute Finanzlage, die weitaus größte Einnahmequelle sind die Sponsoren und Startgelder unseres traditionellen Jugendopens. Rechnungsprüfer Dr. Stephan Fickel verkündete,  dass die Kassenprüfung durchgeführt wurde, es dabei keinerlei Beanstandungen gab, die Bücher ordungsgemäß und einwandfrei geführt wurden und er bat um die Entlastung der Abteilungsleitung, die dann auch einstimmig erteilt wurde. Königl referierte über den externen und internen Spielbetrieb der Saison 2021/22, die wieder mit zwei Mannschaften  absolviert wurde, und über die bevorstehenden Vereinsmeisterschaften ab Oktober. Danach standen die Neuwahlen auf dem Programm, Thorsten Bernhard und Daniel Lichtmannecker bildeten den Wahlausschuss. Alle Abteilungsmitglieder wurden ohne Änderung erneut vorgeschlagen und von den Mitgliedern einstimmig wiedergewählt, also Abteilungsleiter Thorsten Bernhard, Stellvertreter Anton Königl, Jugendleiter Helmut Gmeinwieser, Schatzmeister Thorsten Bernhard, Rechnungsprüfer Dr. Stephan Fickel und Gerätewart Martin Meier. Bei den Sonstigen Wünschen wurde vorgeschlagen, dass die Abteilung zum (letztjährigen) 40igsten Abteilungsjubiläum ein gemeinsames Essen mit evt. einem kleinen Turnier im nächsten Jahr veranstalten wird. Gegen 20:15 Uhr schloss der Abteilungsleiter die Versammlung und wünschte allen eine erfolgreiche Saison.

U20 Landesliga-Süd Rd7

Ergolding2 verliert knapp gegen SF München - mit Rang 4 in der Schlusstabelle die Liga erhalten

24.09.2022  München-Moosach
U20-Landesliga-Süd: SF München - FC Ergolding2 2,5:1,5, Maria gewonnen, Simon Remis.

Bericht von ph wird noch kommen...

U20 Bayernliga Rd10

Ergolding gewinnt gegen Augsburg und wird Bayerischer Vizemeister mit nur halben Brettpunkt Rückstand

24.09.2022  Kirchheim
U20-Bayernliga: FC Ergolding - SF Augsburg 5,5:0,5
Ainhoa holt kampflosen Punkt, Sebastian, Maximilian. Patrick und Nicolas gewinnen, Daniel Remis.
Bericht von dl kommt demnächst... 

BayU10MM in München-Moosach

Ergolding auf Rang 9

24.09.2022  Gymnasium München-Moosach   Turniertabellen
Nachdem wir in den letzten Wochen zwei neue U10-Spieler in unseren Reihen begrüßen konnten, haben wir es doch noch geschafft, mit Michael Schmidt, Sophia Grassl, Lukas Martel und Ilia Staiger eine Mannschaft zu den Bayerischen Meisterschaften zu entsenden.
Die erste Partie wird gegen den SK Gräfelfing ausgetragen.Insgesamt sind 12 Teams am Start... im nächsten Jahr dürfte unsere Mannschaft in gleicher Besetzung erneut antreten, dann haben sie sicher bessere Chancen.

1. Rd.: FC Ergolding - SK Gräfelfing 1:3, Ilai gewonnen.

2. Rd.: SF Dachau - FC Ergolding 2,5:1,5, Sophia gewonnen, Ilai mit Mehrfiguren Patt.

3. Rd.: FC Ergolding - MSA Zugzwang 2:2, Sophia und Ilai gewonnen. Lukas spielt immer noch viel zu schnell.

4. Rd.: SF Augsburg2 - FC Ergolding 1:3 (0:4), außer Konkurrenz! Sophia, Lukas und Ilai gewonnen.

Jetzt Mittagspause...

5. Rd.: SK Tarrasch München - FC Ergolding 3:1, Lukas gewonnen.

6. Rd.: FC Ergolding - SC Dillingen 3:1, Michael, Lukas und Ilai gewonnen. 

7. Rd.: SF München - FC Ergolding 4:0.

Nach 7 Runden mit 5 Punkten (12,5 Brettpunkte)

Hier die einzelnen Brettpunkte: Michael 1(2), Sophia 3, Lukas 3 und Ilai 4,5 
Hier die Mannschaftsergebnisse
Und hier die Einzelplatzierungen: 12. Ilai, 31. Sophia, 32. Lukas, 41. Michael

Die bayerische Mannschaftsmeisterschaft U10 fand mit nur 12 Teams statt, wobei das Team Augsburg 2 außer Konkurrenz spielte. Die Bedenkzeit betrug 15 Min + 5 Sek pro Zug. Bei dem Zweiten unmöglichen Zug verlor man die Partie. Dies kam nach Aussage von Herrn Sörgel deutlich häufiger vor als bei der bayerischen U8-Einzelmeisterschaft. 

Die Organisation des Turniers war mit Ausnahme des (sehr mangelhaften) Verpflegungsangebotes sehr gut.

Startberechtigt waren Kinder mit Jahrgang 2012 und jünger. Wir dagegen traten mit einem deutlich jüngeren Team an (die Jahrgänge unserer Spieler waren 2013 bis 2015). Für zwei Kinder war es das erste Turnier. Daher war das Turnier für uns primär für das Sammeln an Erfahrungen gedacht. 

Alle vier Kinder waren hoch motiviert und spielten sehr ordentlich. Unzufrieden war ich mit der bei einigen Spielern viel zu schnellen Spielweise. Trotz häufigem Ermahnen zum langsameren Spielen und längerem Überlegen ignorierten einige meine Anweisungen. Es kam öfters vor, dass die Restzeit am Ende über der Startzeit lag. Hier müssen die Spieler noch einiges lernen.

Insgesamt konnte alle vier Spieler mindestens ein Spiel gewinnen. Als Team besiegten wir SF Augsburg 2 und Dillingen. Gegen MSA Zugzwang sprang ein Unentschieden heraus.

Damit war unser Hauptziel eines ordentlichen Abschneidens und des Erlebens einer Turnierteilnahme erreicht. tb

U20 Bayernliga Rd3+4+6

Ergoldinger U20- Bayernliga Mannschaft kommt mit blauem Auge davon

17.09.2022  Regensburg und Bürgerhaus

Dieses Wochenende standen in der Bayernliga die entscheidenden Kämpfe für den Gewinn der gesamten Liga an. Wir reisten mit einer bisher weißen Weste und breiter Brust nach Regensburg an, wo am Samstag zwei heiße Gefechte gegen die Gastgeber sowie gegen Kelheim anstanden. Ausgerufenes Ziel war selbstverständlich ein Sieg in beiden Runden, um den ersten Platz sowie die damit verbundene Qualifikation zur U20- DVM bereits vorzeitig klar zu machen. Doch es sollte anders kommen…

U20-Bayernliga: Rd3: SC Bavaria Regensburg - FC Ergolding 4:2

Gegen Regensburg waren wir abgesehen vom Spitzenbrett an jedem Brett favorisiert. Und der Kampf startete auch optimal, als Patrick (Brett 5) auf zaubersame Weise bereits nach 15 Minuten eine ganze Dame mehr am Brett hatte. Als sein Gegenüber sein Missgeschick bemerkte, gab er auf und wir bejubelten die frühe Führung. Nun war der Ball ins Rollen gekommen und Sebastian (Brett 4) legte direkt nach: Mit einer sehr sauberen Vorstellung ließ er seiner Gegnerin keine Chance und erhöhte souverän auf 2:0.
Plötzlich wandte sich das Blatt dramatisch gegen uns: Paul (Brett 6) hatte gegen einen nominell deutlich schlechteren Gegner alle Trümpfe in der Hand und erspielte sich eine hervorragende Stellung, die nach einem klaren Sieg aussah. Siegessicher versuchte Paul, die Partie mit einem taktischen Schlag direkt zu seinen Gunsten zu entscheiden, doch sein Entsetzen war groß als er aufgrund einer plumpen Grundreihenmattdrohung eine ganze Figur und damit das Spiel verlor. Ein herber Rückschlag für uns, die mit diesem Sieg stark gerechnet hatten! Ab jetzt war der Wurm drin in unseren Partien. Ich (Daniel, Brett 3) kannte die Eröffnung meines Gegenübers sehr gut und spielte selbstgefällig und zu schnell. Nach einigen für mich überraschenden Zügen meines Gegners fand ich mich mit dem Rücken gegen die Wand wieder und versuchte verzweifelt, mich eines Mattangriffs zu erwehren. Meine Versuche scheiterten und meine Hoffnung brach mit meiner Königsstellung zusammen, sodass ich die Segel streichen musste. Nach diesem Ausgleich für Regensburg mussten es Maxi und Nick gegen starke Gegner richten. Bei Maxi (Brett 1) sah es gegen Jana Schneider, die dieses Jahr bei der Schacholympiade in Indien mit einer tollen Leistung die Goldmedaille gewinnen konnte, auch lange alles sehr rosig aus. Im Endspiel jedoch stellte Jana ihre Knetkünste unter Beweis und Maxis Stellung wurde langsam aber sicher immer unbequemer. Irgendwann war der Bogen überspannt und er verlor einen Bauern und damit die Partie. Nun hing alles an Nick (Brett 2), aber bei seiner Partie war ein Sieg leider immer in weiter Ferne. Sein top vorbereiteter Gegner konnte in einem ausgeglichenen Mittelspiel ein Bäuerlein erobern, den er am Ende gewinnbringend in den vollen Punkt ummünzen konnte. 

Somit eine mehr als ärgerliche und absolut vermeidbare Niederlage gegen unseren Erzrivalen aus Regensburg, die wir noch weniger Monate zuvor bei der DVM in Kiel besiegt hatten. 

Unsere Stimmung besserte sich etwas, als wir in der Mittagspause hohen Besuch von Jonas bekamen, der uns in der Nachmittagsrunde anfeuern wollte. Wir stärkten uns bei einem nahegelegenen Bäcker, der uns äußerst freundlich empfing und unseren Kampfgeist wieder aufflammen ließ. 

Rd4: FC Ergolding - SK Kelheim 3:3

Leider mussten wir in dieser Runde auf Maxi verzichten, der aufgrund einer Hochzeit abreiste. Ersetzt wurde er von Schachdame Ainhoa, die bisher in der Bayernliga noch keine Partie verloren hatte. Erneut sorgte Patrick mit einem Paukenschlag für unsere Führung: Ein schickes Läuferopfer auf den gegnerischen König führte zu einem mächtigen Mattangriff, der uns nach gerade einmal 17 Zügen den ersten Sieg bescherte. Ein toller Tag für Patrick! Schlechter lief es in dieser Runde für Sebastian, der in einer eigentlich sehr ausgeglichenen Stellung plötzlich auf hohe See geriet. Im Endspiel stand ihm das Wasser schon bis zum Hals und nach einem unvermeidlichen Bauernverlust kenterte er zum Ausgleich für Kelheim. Hübsch anzusehen war die Partie von Ainhoa, die ihrem Gegner mit einer Taktik gekonnt einen Bauern abluchste und diesen Vorteil souverän mit einem vollen Punktgewinn in trockene Tücher bringen konnte. Kelheim konterte leider umgehend: Paul spielte erneut eine ordentliche Partie, in der es lange danach aussah, als würden die Punkte geteilt und die Friedenspfeife geraucht werden. Urplötzlich aber hatte seine Dame keine Felder mehr und Paul brach wie ein Kartenhaus zusammen. Die Mutter seines Gegners versuchte Paul zu trösten und kommentierte das Ganze mit dem mehr als unpassenden Spruch: „Schach ist nicht das wichtigste im Leben, immerhin siehst du gut aus“. Einen rabenschwarzen Tag erwischte auch Nick, der erneut in eine extrem gute Vorbereitung seines Gegners hineinlief. Nach Figurenverlust versuchte Nick mit allen Tricks, die er aus seiner Trickkiste ziehen konnte, das Spiel kompliziert zu halten und vielleicht seinen Freibauern auf die gegnerische Grundreihe zu mogeln. Der Kelheimer blieb aber leider cool und ließ nichts mehr anbrennen. Somit musste ich versuchen, zumindest noch das Mannschaftsremis zu retten. Die Schachfortuna meinte es gut mit mir, ich konnte meinem Gegner einen Bauern nach dem nächsten wegnehmen und als er merkte, dass er ganze vier Stück weniger als ich hatte, streckte er mir die Hand zur Aufgabe entgegen. 

Mit diesem Unentschieden waren wir selbstverständlich nicht sonderlich zufrieden, aber immerhin erhielten wir Schützenhilfe von Aschheim, die in der gleichen Runde Regensburg besiegten und uns damit die Chance auf den Titelgewinn am Leben hielten. 

Am nächsten Tag bekamen wir auch direkt die Gelegenheit, uns bei Aschheim für die Hilfe zu bedanken und sie direkt im Anschluss mit einer krachenden Niederlage wieder nach Hause zu schicken. Um 14.00 begrüßten wir die Gäste und zu diesem Zeitpunkt Spitzenreiter bei uns im Bürgerhaus und starteten die Partien. Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch war jeder von uns unglaublich motiviert, die Fehltritte vom Vortag auszubügeln und uns Rang eins in der Bayernliga zurückzuerobern.

Rd6: FC Ergolding - SG Aschheim/Feldk./Kirchheim 5:1

Sebastian war der erste, der unser Feuerwerk eröffnete. In einer hervorragenden Partie knöpfte er seinem Gegner eine Figur ab und ließ danach auch nichts mehr anbrennen. Wenig später kam Nick ins Ziel. Mit den weißen Steinen ist und bleibt dieser eine Klasse für sich und nach einer schönen Taktik fand sich der gegnerische Monarch plötzlich im Matt wieder. Ein frühes 2:0 für Ergolding! Genauso gut weiter ging es am Spitzenbrett bei Maxi: Sein Gegenüber verpasste die Chance auf ein Dauerschach, was er wenig später bitter bereute. Ein Damenschach von Maxi kostete ihn Haus und Hof und er musste die Flinte ins Korn werfen. Somit fehlte uns nur noch ein halber Punkt für den Mannschaftssieg, welchen ich direkt klar machte. Mein Gegner war leider mit einer kugelsicheren Vorbereitung an das Brett gekommen und nach einem Generalabtausch war im Endspiel für beide Seiten nichts mehr zu holen. Somit lief ich in den Remishafen ein, was uns zumindest den frühen Mannschaftssieg bejubeln ließ. Eine vogelwilde Partie lieferte Ainhoa ab, erst verlor sie einen Bauern, dann kämpfte sie sich jedoch mit aktiven Zügen tapfer zurück. In der Folge übersahen beide Seiten klare Gewinnchancen und als sich der Kanonenrauch verzogen hatte, rauchte man die Friedenspfeife und einigte sich auf ein Remis. Pures Chaos fand sich bei Patrick am Brett: Katastrophale Zeiteinteilung von beiden Seiten führte dazu, dass 20 Züge in unter 10(!) Sekunden gespielt werden mussten. Die Zuschauer genossen diese Schlammschlacht sichtlich, vor allem da Patrick einen kühleren Kopf behielt. Die Steine flogen nur so über das Brett, doch plötzlich hatte der Gegner einen ganzen Turm zu wenig. Wie ein Klappstuhl klappte er zusammen und wir konnten Patrick zu seinem etwas fragwürdigem Sieg gratulieren. 

Dieser Kantersieg war genau das, was wir gebraucht hatten. Vor der letzten Runde stehen wir nun an der Spitze der Bayernliga und haben damit die Zügel in der Hand. Als Abschlussgegner wartet mit Augsburg nächste Woche zwar keine leichte, aber dennoch machbare Aufgabe. Erfreulich ist auch ein Blick in die Bestenliste der gesamten Liga, in der Ainhoa, Maxi und ich mit fünf Punkten von ganz oben grüßen. Wie immer hat das Wochenende trotz der zum Teil wackeligen Ergebnisse jedem sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns bereits auf den Kampf gegen Augsburg. dl 

Int. Ortenburger Schach-Open

Thomas und Dominik Liederl gut platziert

09-11.09.2022 Ortenburg   Turnierseite

Gruppe A (79 TN)
Gruppe B (60 TN): Thomas Lieder mit 1442 an Startrang 23 - nach 5 Runde mit 3,5 Punkten auf Rang 14

Am Wochenende vom 09.09 - 11.09.22 nahmen Thomas und Dominik Lieder an dem internationalen Schachopen in Ortenburg teil. Sie spielten im B- Open bis 1750 TWZ mit. Thomas war auf Rang 22 und Dominik auf Rang 27 von 60 gesetzt. Es wurde 5 Runden Schweizer System nach Fischer gespielt.

1. Runde: Maier Alois Startnr. 53 TWZ 0 - Thomas Lieder TWZ 1442 Ergebnis 0:1 Brett 23

Es handelte sich um eine sizilianische Eröffnung, in der Thomas Gegner sehr schnell überfordert war und

bereits im 10 Zug eine Qualität und einen Bauern verlor. Er ließ sich aber dadurch nicht beeindrucken und tauschte sogar soviel wie möglich Figuren ab, so dass Thomas zum Schluss keine Schwierigkeiten hatte das Spiel zum Siegpunkt zu führen.

2.Runde: Thomas - Hofer Tobias Startnr. 8 TWZ 1625 Ergebnis 0:1 Brett 4

Englische Eröffnung: Agincourt Verteidigung. Thomas hielt sich bis zum 30 Zug, wo die Partie totremis gewesen wäre. Aber durch übertriebenen Ehrgeiz schaffte er es noch zu verlieren.

3. Runde: Einwiller Andreas Startnr. 52 TWZ 0 - Thomas Ergebnis 0:1 Brett 17

Damenbauern Spiel. Nachdem Thomas im 12 Zug die große Rocharde machte, gewann er zunächst einen Bauer und machte massiv auf f2 Druck indem er dort eine nicht zu verhindern Springergabel mit Familienschachdrohung aufbaute. Der Gegner begann ein wildes abtauchen, konnte aber auch dadurch die Gabel nicht mehr verhindern. Endlich nach 3 Std. 45 Min. konnte Thomas mit Dame und Turm den alteingesessenen König matt setzen.

4. Runde: Thomas - Meier Lukas Startnr. 7 TWZ 1643 Ergebnis 0,5:0,5 Brett7

Englische Eröffnung. Nach einem relativ friedlichen Spiel gelang es keinem der beiden Spieler einen Durchbruch zu erringen und man einigte sich auf remis

5. Runde: Milojevic Janus Startnr. 58 TWZ 0 - Thomas Ergebnis 0:1 Brett 11

Abgelehntes Damengambit: Marshall Verteidigung. Thomas kam von Anfang an nicht richtig ins Spiel und sah sich immer mehr unter Druck gesetzt. Kurz bevor Thomas an Aufgabe dachte, übersah der Gegner bei einem Damenopfer das Thomas statt gedacht matt zu gehen, die Dame selber mit Schach nehmen konnte und somit die Partie doch noch glücklich gewann. Thomas erreichte Rang 14, punktgleich bis Rang 7. Verbesserte sich um 8 Plätze.

1. Runde: Dominik Lieder TWZ 1392 - Milojevic Janus Startnr. 58 TWZ 0 Ergebnis 1:0 Brett 28

Sizilianische Verteidigung. Im 14. Zug passierte dem Gegner ein Fehler bei der Abwicklung eines Abtausches, wodurch Dominik eine Figur gewann. Der Gegner hat sich dann noch tapfer verteidigt, er konnte die Partie allerdings nicht mehr retten und hat deshalb im 60. Zug kurz vor dem Matt aufgegeben.

2. Runde: Dominik - Valean David Startnr. 10 TWZ 1598 Ergebnis 0:1 Brett 6

Ponziani. Nach der Eröffnung stand Dominik etwas besser, durch einen Fehler im 13. Zug verlor er allerdings erst einen Bauern und danach eine Figur. Er konnte sich noch bis zum 45. Zug verteidigen, sah danach aber kein Land mehr und musste aufgeben.

3. Runde: Greive Helge Startnr. 55 TWZ 0 - Dominik Ergebnis 0:1 Brett 19

Sizilianische Verteidigung. Bereits im 9. Zug gewann Dominik einen Bauern, im 29. Zug folgte dann eine Qualität und im 54. Zug setzte er seine Gegnerin Matt.

4. Runde: Bauer Laura-Sophie Startnr. 9 TWZ 1616 - Dominik Ergebnis 1:0 Brett 8

Sizilianische Verteidigung: Kalashnikov Variante. Nach einem relativ ausgeglichenen Start verliert Dominik im 18. Zug einen Bauern und sieht sich im 51. Zug gezwungen aufzugeben.

5. Runde: Dominik - Baumgartner Johann Startnr. 18 TWZ 1529 Ergebnis 1:0 Brett 17

Ponziani. Im 20. Zug gelang es Dominik zwei Bauern zu gewinnen. Im 34. Zug führte ein Läuferopfer des Gegners nicht zum gewünschten Erfolg. Im 43. Zug sah der Gegner mit einer Figur und zwei Bauern weniger keine Möglichkeiten mehr und gab auf. Dominik erreichte Rang 18 und verbesserte sich um 9 Plätze.

Dominik wurde im Anschluss mit einem Pokal als bester U 18 Spieler im B- Open geehrt. tl

Int. Chess Open Graz

Steil bergauf in der Steiermark! – Jonas und Daniel erfolgreich beim 28. Grazer Chess Open

03-11.09.2022 Graz/Austria   Turnierseite

Gruppe A (52 TN): Daniel Lichtmannecker mit2055 an Startrang 29 - nach 9 Runden mit 5 Punkten auf Rang 16

1. Runde:  IM Henrichs Thomas (Bregenz, 2450) - Daniel 1:0

2. Runde: Daniel - Bytyqi Kujtim (Extraherb Ws/AUT, 1862) 1:0

3. Runde: FM Frosch Ronald (Gleisdorf/AUT, 2277) - Daniel 0:1

4. Runde: Daniel - Dorst Johannes (2238) 0:1

5. Runde: FM Singer Richard (SV Gambits/AUT, 2177) - Daniel 0:1
6. Runde: Koelber Daniel (AUT, 2189) - Daniel 1:0

7. Runde: Daniel - IM Loeffler Markus (2276) 0:1
8. Runde: Daniel - Tumur-Ochir Duluu (Schachclub Kapfenberg/MGL, 1829) 1:0
9. Runde: Katter Katharina (Flavia Solva/AUT, 1960 - Daniel 0:1

Gruppe B (60 TN): Jonas Hammerl mit 1848 an Startrang 19 - nach 9 Runden mit 6Punkten auf Rang 8

1. Runde: Orlov Konstantin (AUT, 1468) - Jonas 0:1
2. Runde: Jonas - Mujacic Haris (BIH, 1999) 0:1
3. Runde: Zissler Andreas (AUT, 1572) - Jonas 0:1

4. Runde: Jonas - Göschke Elias Cedric (AUT, -) 1:0

5. Runde: Cerpiak Mirko (1731) - Jonas 0:1

6. Runde: Jonas - Koban Markus (AUT, 1961) 1/2

7. Runde: Jonas - Bratko Alexander (AUT, 1963) 0:1

8. Runde: Käfer Calvin (AUT, -) - Jonas 0:1

9. Runde: Jonas - Birk Robin (Schachfreunde Graz/AU, 1788) 1/2

Vom 3.9.2022 bis 11.9.2022 fand in Graz die 28te Auflage des Grazer Chess Opens statt. Gespielt wurden neun Runden nach Schweizer System, aufgeteilt in A- B- und C- Gruppe mit jeweils einer Partie pro Tag. Somit blieb neben dem Schach noch genug Zeit, das schöne Graz mitsamt Umgebung zu erkunden. 

Jonas startete in der B- Gruppe (Rating unter 2000) auf Startplatz 18, doch wir gingen beide fest davon aus, dass er aufgrund seiner tatsächlichen Spielstärke ganz oben mitmischen würde. Und so kam es auch: Nach einem Erstrundensieg verlor Jonas unglücklich gegen den Turnierfavoriten mit Startplatz eins, der den fragwürdigen Titel eines „ACM“ (Arena Candidate Master) innehat. Diesen erhält man für die Teilnahme an FIDE- Online Turnieren und der Zahlung von 15€ an die FIDE. Bei unseren letzten Turnieren erwies sich Jonas bereits als Favoritenschreck und konnte zwei Mal den Turnierfavoriten besiegen. Diesmal lief es aber nicht so gut und in einem schlechteren Endspiel musste Jonas leider die Waffen strecken. Danach lief es aber immer besser und nach drei sicheren Siegen in Folge fand Jonas sich punktgleich auf dem ersten Platz wieder. Nun ging es in die heiße Phase: In einer spannenden Partie konnte Jonas sich gerade noch so in ein Remis retten, was seinen Gegner scheinbar so sehr nervte, dass er das Turnier trotz Chancen auf den Gesamtsieg abbrach. Sehr ärgerlich war Jonas Niederlage in der siebten Runde gegen den späteren Turniersieger. In einer völlig überlegenen Stellung übersah Jonas eine recht simple Drohung seines Gegners, die ihn erst die Dame und im Endspiel deshalb Haus und Hof kostete. Damit war der Gesamtsieg in die Ferne gerückt, mit zwei Siegen in den letzten Runden wäre aber dennoch ein Ergebnis in den Geldpreisen sicher gewesen. Die vorletzte Partie wurde auch souverän gewonnen, doch dann geschah ein Unglück: In der Schlussrunde verzählte Jonas sich beim Züge wiederholen und war wie vom Blitz getroffen, als sein Gegner nach gerade einmal zwölf (!) Zügen auf dreifache Stellungswiederholung reklamierte. Der Schiedsrichter zählte nach und gab die Partie Remis- enorm frustrierend für Jonas! 

Am Ende landete er dennoch mit 6 Punkten auf Rang 8, was im Ganzen eine gute Leistung ist. Mit etwas mehr Unterstützung von Schachfortuna wäre auch noch mehr drin gewesen.

Ich, Daniel, spielte in der A- Gruppe und fand mich auf Startrang 29 wieder. Somit wurde ich direkt in der Auftaktrunde gegen einen ziemlich starken IM (Internationaler Meister) gepaart. In einer langen Theorievariante verlor ich irgendwann den Faden, meine Königsstellung wurde zu unsicher und ich musste zerknirscht die Segel streichen. Darauf folgten zwei recht überzeugende Siege, davon einer gegen einen FM (FIDE- Meister), der nach der Niederlage gegen mich das Turnier nicht fortsetzte. Die nächste Runde verlor ich nach einem 100 Zügen hartem Kampf, der sich fast sechs Stunden hinzog. Im Endspiel hatte mein Gegenüber ein Bäuerlein zu viel und das reichte ihm zum Sieg. Am nächsten Tag musste erneut ein FM daran glauben: Ich schaffte es erst, nach mehreren Stunden Eröffnungsvorbereitung bereits nach 8 Zügen komplett auf Verlust zu stehen. Komplett genervt spielte ich schon mit dem Gedanken, die Partie aufzugeben, entschloss mich dann aber dafür zu kämpfen und einfach alle Figuren in Richtung des gegnerischen Monarchen zu werfen. Überraschenderweise ging der Plan auf und irgendwann konnte mein Gegner Matt nicht mehr abwenden. Nach dieser Niederlage war mein Kontrahent derart am Boden zerstört, dass er kein Wort mehr mit mir wechselte und dem Schiedsrichter seinen sofortigen Abbruch des Turniers mitteilte. In den nächsten beiden Runden wurde ich leider recht trocken überspielt und ich verlor beide Spiele gegen starke Gegner. Nach einem Pflichtsieg in der vorletzten Runde musste ich in der letzten Runde gegen eine Jugendspielerin ran, die in diesem Jahr bereits die Bronzemedaille bei der Schnellschach Europameisterschaft der U16 erobern konnte. Vor unserer Partie erklärte sie mir, dass sie gegen mich auf Sieg spielen müsse, um sich eine Norm für den Titel einer WIM (Woman International Master) zu erspielen und ihr ein Remis nicht reiche. Somit entbrannte ein erbitterter Kampf mit einer spektakulären Zeitnotphase, in der wir beide all unsere Figuren nur dazu nutzten, den gegnerischen König so schnell wie möglich Matt zu setzen. Das Glück war mir hold und als sich der Kanonenrauch verzogen hatte, fand ich mich in einem gewonnenen Endspiel wieder, welches ich sicher verwertete. 

Mit 5 Punkten aus 9 Partien landete ich am Ende auf Platz 17 und kann mich über ein sattes Plus meiner ELO und DWZ freuen. Besonders freut mich, dass ich kein einziges Remis verbuchte, sondern jede Partie, egal wie stark der Gegner war, immer kompromisslos auf Sieg spielte und in keine vorschnellen Remis einwilligte. 

Das Turnier hat uns beiden sehr viel Spaß bereitet. Da nur eine Partie pro Tag gespielt wurde, konnte der Vormittag für erholsame Spaziergänge und Wanderungen im schönen Graz und seinen umliegenden Bergen genutzt werden, die dabei halfen den Kopf frei zu bekommen. Generell war die Turnieratmosphäre sehr angenehm und ist eine klare Empfehlung für das nächste Jahr! dl

 

Int. Chess Open Graz

Daniel Lichtmannecker wurde 16. - Jonas Hammerl Achter in der B-Gruppe

03-11.09.2022 Graz/Austria   Turnierseite

Gruppe A (52 TN): Daniel Lichtmannecker mit2055 an Startrang 29 - nach 9 Runden mit 5 Punkten auf Rang 16

1. Runde:  IM Henrichs Thomas (Bregenz, 2450) - Daniel 1:0

2. Runde: Daniel - Bytyqi Kujtim (Extraherb Ws/AUT, 1862) 1:0

3. Runde: FM Frosch Ronald (Gleisdorf/AUT, 2277) - Daniel 0:1

4. Runde: Daniel - Dorst Johannes (2238) 0:1

5. Runde: FM Singer Richard (SV Gambits/AUT, 2177) - Daniel 0:1
6. Runde: Koelber Daniel (AUT, 2189) - Daniel 1:0

7. Runde: Daniel - IM Loeffler Markus (2276) 0:1
8. Runde: Daniel - Tumur-Ochir Duluu (Schachclub Kapfenberg/MGL, 1829) 1:0
9. Runde: Katter Katharina (Flavia Solva/AUT, 1960 - Daniel 0:1

Gruppe B (60 TN): Jonas Hammerl mit 1848 an Startrang 19 - nach 9 Runden mit 6Punkten auf Rang 8

1. Runde: Orlov Konstantin (AUT, 1468) - Jonas 0:1
2. Runde: Jonas - Mujacic Haris (BIH, 1999) 0:1
3. Runde: Zissler Andreas (AUT, 1572) - Jonas 0:1

4. Runde: Jonas - Göschke Elias Cedric (AUT, -) 1:0

5. Runde: Cerpiak Mirko (1731) - Jonas 0:1

6. Runde: Jonas - Koban Markus (AUT, 1961) 1/2

7. Runde: Jonas - Bratko Alexander (AUT, 1963) 0:1

8. Runde: Käfer Calvin (AUT, -) - Jonas 0:1

9. Runde: Jonas - Birk Robin (Schachfreunde Graz/AU, 1788) 1/2

Bericht von dl folgt nach dem Turnier.

Weitere Bilder folgen...


Öffnungszeiten

Mittwoch:         18.30 Uhr bis 19.30 Uhr

Donnerstag:      18.30 Uhr bis 19.30 Uhr